#11 Wutausbrüche & Aggression: schreien, hauen, beissen - muss ich einfach härter durchgreifen?

Shownotes

Wutausbrüche gehören zu den schwierigsten Momenten im Familienalltag. Manchmal verschlägt es dir fast den Atem oder du weisst einfach nicht mehr weiter. Und innerlich taucht dieser Gedanke auf: „Müsste ich einfach mal härter durchgreifen?“

In dieser Folge schauen wir nicht auf das, was an der Oberfläche passiert, sondern darauf, was wirklich dahintersteckt.

Du lernst den Frustrationskreisel kennen - ein Bild, das so viel erklärt, entlastet und Türen öffnet. Und du erfährst, warum Aggression nicht das Problem, sondern der letzte Ausweg ist.

Denise schreibt dazu: Dieses Thema hat mir so viel Verständnis für die Wut meines Sohnes gegeben, als ich dich das erste Mal darüber sprechen hörte. 🩷

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Nächste Folge: Warum das weiche Herz für die Entwicklung unserer Kinder so wichtig ist – und wie verlorene Tränen wiedergefunden werden können.

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Hallo und ganz herzlich willkommen bei Kleine Herzen Große Verbindung, dem Podcast für Eltern, die weniger schimpfen und mehr staunen wollen. Wie schön, dass du da bist. Heute gibt es eine neue Folge und gleichzeitig starten wir in ein ganz neues Thema. Wir kommen gerade aus unserer zehnteiligen Challenge 'Haushalt mit Kind', wo bereits ganz viel passiert ist und wir tief in grundlegende Themen eingetaucht sind. Ihr habt mir so viele berührende Nachrichten geschickt. Jemand erzählte ganz überrascht: 'In diesen Haushaltsmomenten steckt ja so viel Verbindung und plötzlich auch Motivation.' Wer hätte das gedacht? Genau darum ging es in der Challenge, dass wir den Alltag nicht neben unseren Kindern irgendwie noch stemmen, sondern mit ihnen zusammen gestalten. Denn Alltag ist die große Bühne für Beziehungsmomente. Und ihr habt mir in der Facebook-Gruppe einen weiteren Themenwunsch geschrieben: Wutausbrüche, Beißen, Hauen, Schreien, Beschimpfen, Aggression. Heute starten wir in eine kleine Reihe, in der wir dort ganz genau hinschauen. Dort, wo es im Alltag manchmal richtig eng wird. Dort, wo es dir manchmal fast den Atem verschlägt und wo du einfach nicht mehr weiter weißt. Ich möchte euch mitnehmen in ein Bild, das so viel erklärt. Ein Bild, das hilft zu verstehen, wo die Reaktion unserer Kinder wirklich herkommt. Ein Bild, das entlastet und gleichzeitig neue Türen aufmacht. Vielleicht kennst du das. Es ist später Nachmittag. Ihr kommt vom Spielplatz nach Hause, habt euch grad hingesetzt, um Jacke und Schuhe auszuziehen. Nur noch schnell alles versorgen und dann gibt es gleich Abendessen und plötzlich schreit es. Ohne Vorwarnung aus dem Nichts. Der kleine Bruder hat einen Schlag abbekommen. Du merkst, wie dein Körper sofort reagiert. Puls geht hoch, dein Atem geht schneller. Vielleicht schreist du deine Kinder sogar an und innerlich die Stimme: 'Warum ist mein Kind so böse?' Wir leben ihm das doch nicht vor. Wir Eltern sind doch nicht aggressiv. Und dann die große Frage: Müsste ich einfach mal härter durchgreifen. Solche Szenen gehören zu den schwierigsten im Familienalltag. Sie bringen uns an unsere Grenzen. Und nein, es hilft auch nicht, wenn du dir einredest, es ist nur eine Phase, das geht vorbei, weil die Phase dauert vielleicht jetzt schon sehr lange. Eine Mama hat mir geschrieben: Seit dem Kindergartenstart ist es vermehrt. Mich überfordert die Heftigkeit und jemand anderes hat erzählt, dass die Bisse so stark seien, dass sie blaue Flecken habe. 'Ich fühle mich schlecht', schreibt sie, 'weil ich nicht ruhig bleiben kann und werde dann noch wütender. Ein elender Teufelskreis und genau das passiert ganz schnell. Die kindliche Aggression wird zu einem Teufelskreis für Kind und Eltern. Warum? Weil wir Aggression oft als Problem an der Oberfläche sehen und auf der Oberfläche darauf reagieren. Das Kind ist böse, also braucht es dort eine Konsequenz und ohne es zu wollen, geben wir dem Teufelskreis noch mehr Schwung. Es wäre doch so naheliegend, die Kinder einfach zu bestrafen für die Aggression, ihnen eine so harte Strafe aufzuerlegen. Bei Kleinkindern braucht es ja noch nicht so viel, dass sie aus Angst nicht mehr beißen, nicht mehr schlagen oder kneifen. Ja, das scheint eine einfache Lösung zu sein, aber sie löst das Problem nicht bei der Ursache. Böses, um einfach mal bei dem Mord zu bleiben, konnte man noch nie mit Bösem bekämpfen. Die Frage, die wir uns heute stellen wollen, ist vielmehr: Warum kommt das soweit? Was führt dazu, dass der Angriff für das kleine Wesen scheinbar der einzige Ausweg ist? Das wollen wir herausfinden. Weil wir nur so der Sache auf den Grund gehen können und weil wir nur dann den Kindern wirklich helfen können, wenn wir wissen, was da genau passiert. Deshalb möchte ich euch heute zeigen, was hinter der Aggression steckt und welche alternativen Auswege es gibt, weil die gibt es. Weil ich gerne Bilder mag, nehme ich euch heute hinein in ein Bild. welches aufzeigt, was in unseren Kindern, übrigens auch in uns selbst, passiert, wenn wir Dinge erleben, die uns frustrieren. Wir haben da also so eine kindliche Frustration. Der Deckel der Dose geht nicht auf. Mama sagt nein zum zweiten Stück Schokolade. Wie kann sie nur? Dein Lieblingsbrotaufstrich ist leer. Das Kind muss in den Kindi (Kindergarten), obwohl es dort immer so laut und wild ist. Wir haben da also so eine Frustration und diese Frustration fährt in einem himmelblauen VW-Bus direkt in einen Verkehrskreisel rein. Die Frustration, also das, was da nicht funktioniert für das Kind, was so furchtbar doof ist, fährt da rein in den Kreisel. Und wie in jedem Kreisel gibt es mehrere Ausfahrten. Jede Ausfahrt wäre ein möglicher Ausweg für die Frustration im himmelblauen VW-Bus. Probieren wir es bei der ersten Ausfahrt. Auf dem Schild steht „Wandelveränderung“. Klingt gut, oder? Das Kind versucht nämlich zuerst immer die erste Ausfahrt zu nehmen. Veränderung. Es probiert etwas zu tun, damit die Situation anders wird. Beispiel: Es will den Deckel aufschrauben. Immer wieder. Immer wieder. Und es probiert so lange, bis es funktioniert oder eben auch nicht. 'Bitte, Mama, nur dieses eine Mal will ich einfach noch ein zweites Stück Schokolade.' Das Kind probiert auf Veränderung hinzuarbeiten. 'Mama, haben wir nicht noch ein Glas im Keller?' 'Mein Lieblingsbrotaufstrich, bestimmt haben wir noch ein Glas. Können wir eins kaufen gehen? Bitte, bitte.' 'Oder einfach: Ich will nicht in den Kindi. Nur heute nicht, bitte. Nein, heute nicht. Morgen gehe ich wieder.' Und es ist gesund. Das ist normal. Es ist ein aktiver Umgang mit Frustration. Und wenn Wandel gelingt, wunderbar. Ausfahrt nehmen, Kreisverkehr verlassen. Der himmelblaue VW-Bus fährt ins nächste Abenteuer. Alles noch mal gut gegangen. Der Deckel ist aufgegangen. Mama rückt die Schoggi raus. Alles wunderbar. Aber sehr oft bleibt diese Ausfahrt versperrt. Die Dose geht nicht auf. Der Lieblingsaufstrich ist wirklich alle. Das Kind muss doch in den Kindi. Die Ausfahrt bleibt versperrt. Ohne kleine Randbemerkung: Diese Frustration im himmelblauen VW-Bus fährt zwar davon, aber du realisierst, hier ist noch eine ganze Kolonne an Frustrationsautos, die bereits wieder anstehen. Wenn du die Schokolade erlaubst, kommt gleich die nächste Katastrophe, weil sich beim Kind, zum Beispiel im Kindergarten oder in der Schule, ganz viel Frustration angestaunt hat. Aber wir machen es für heute ganz einfach. Die Auswahl ist einfach versperrt. Der Deckel der Dose lässt sich nicht öffnen. Es gibt kein zweites Stück Schokolade. Mama hat so entschieden. Brotaufstrich ist und bleibt leer oder der laute wilde Kindi lässt sich heute auch nicht umgehen. Wenn Wandel nicht möglich ist, wenn das Kind die Situation nicht verändern kann, gibt es zum Glück noch einen weiteren Ausgang. Zum Glück. Dann nimmt der himmelblaue VW-Bus halt die zweite Auswahl. Trauer steht auf dem Schild. Anpassung oder auch Adaption nennt der kanadische Entwicklungspsychologe Dr. Gordon Neufeld den zweiten Ausgang. Das ist also eine gute Nachricht. Du musst nicht immer Ja sagen, es gibt ja noch die zweite Ausfahrt. Das Kind hat also alles probiert, doch noch die Schokolade zu bekommen, aber Mama bleibt bei ihrem Nein. Sie wird nicht hart, sie zeigt Verständnis. „Ach Mensch, das ist wirklich doof für dich, ne? Du hättest dir einfach so sehr diese Schokolade gewünscht. Heute gibt's leider nicht noch mehr.“ Und dann passiert das, dass eine Träne die Wange runterkullert. „Es gibt keine Schokolade.“ „Mama, ich möchte das so gerne.“ Wenn das Kind die Vergeblichkeit spüren kann, die Enttäuschung darüber, die Trauer, kann es in diesem Moment über das weinen, was in seinem Leben nicht funktioniert. Und hier erlebt das Kind etwas ganz Entscheidendes. Ich habe alles gegeben, aber ich konnte die Situation nicht verändern. Ich habe gedacht, die Welt geht unter. Aber Mama war bei mir. Ich war nicht alleine. Und o Wunder, die Welt hat sich weitergedreht. Was das Kind durchlebt, ist, ich kann nicht alles verändern, aber ich kann es überstehen. Und das ist der Muskel, den wir unseren Kindern fürs Leben so sehr wünschen, weil beim Fünfjährigen ist es ein Brotaufstrich der aller ist. Später ist es die erste Liebe, die vielleicht nicht erwidert wird. Der Studienplatz, den das Kind nicht bekommen kann, zumindest nicht auf Anhieb. Wie gut, wenn unsere Kinder diesen inneren Ort. Ort der Verwandlung kennen, den Ort der Adaption, um später genau auf solche Erlebnisse zurückgreifen zu können. Damals, als der Brotaufstrich alle war, dachte ich, die Welt geht unter. Aber sie hat sich weitergedreht. Das macht unsere Kinder stark, nicht wenn sie sich nichts anmerken lassen, ist mir doch alles egal, sondern die Momente, die wirklich weh tun, die die Tränen kosten und am anderen Ende des Tunnels war es doch wieder hell. Manchmal aber ist auch diese Ausfahrt gesperrt. Viele Kinder finden nicht zu diesen erlösenden Tränen. Warum? Kurz gesagt, weil ihr Herz hart geworden ist. Die weichen Gefühle, die verletzlichen Gefühle, haben sich zurückgezogen. Ein Schutzmechanismus, den wir Menschen unbedingt brauchen. Im Bindungsansatz nennen wir das "Panzerung". Wir werden in der nächsten Folge darüber sprechen, was die Gründe sind für diese Panzerung und wie du deinem Kind helfen kannst, dass die Panzerung wieder schmilzt. Der Ausweg der Tränen ist also gesperrt. Der himmelblaue VW-Bus mit seiner Ladung Frustration fährt verzweifelt weiter im Kreisverkehr. Mit immer mehr Druck, irgendwo muss der raus. Wenn Wandel nicht geht, wenn Veränderung nicht möglich ist. und Tränen nicht gehen, der Weg zu den Tränen versperrt ist, dann gibt es eine letzte Ausfahrt. Aggression. Angriff. Hauen, beißen, schimpfen und beschimpfen, Geschwisterstreit, schreiend, wüten, erniedrigen, hänseln. Wenn keine Veränderung herbeigeführt werden kann und wenn die Frustration unserer Kinder nicht über die Tränen abfließen konnte, dann bleibt nur noch der Ausweg über die Aggression. Aus irgendeinem Grund hat das Kind den Zugang zu seinen Tränen verloren. Das Kind kann nicht darüber weinen, dass es keine Schokolade mehr bekommt. Aber die Frustration muss irgendwo raus, sonst würde es explodieren. Und was ihm jetzt noch bleibt ist Aggression. Und es ist wichtig, dass wir das Wissen. Aggression ist IMMER ein Zeichen für unerledigte Frustration. Manchmal können wir den Zusammenhang nicht direkt herstellen, aber es ist immer der Ausgang von etwas, was für das Kind nicht funktioniert hat. Und Aggression ist immer ein Zeichen für verloren gegangene Tränen, für ein weiches, verletzliches Herz, das sich schützen musste. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Warum Strafen Aggression verschlimmern und nicht lösen? Wenn ich auf Aggression mit Strafe reagiere, mit Konsequenzen, passiert Folgendes: Ich gebe noch mehr Frustration oben in den Kreisel. Ich nehme dir die Gute-Nacht-Geschichte, wenn du so tust. Du musst aufs Zimmer und darfst nicht mehr bei uns hier im Wohnzimmer sein. Da fährt dann nicht mehr nur der himmelblaue VW-Bus wegen der Schokolade im Verkehrskreisel, sondern die Autokolonne wird immer länger. Da reihen sich direkt weitere Autos mit ein. Und gleichzeitig halte ich durch meine Härte die Ausfahrt der Tränen verschlossen. Denn was passiert bei meinem Kind, wenn ich ihm wegnehme, was ihm lieb und teuer ist? Es fühlt sich beschämt und abgelehnt. Sein Herz wird härter. Es erlebt Trennung von dem Menschen, nach dem es sich vielleicht am allermeisten sehnt, und sein Herz wird härter. Das ist das, was so viele Eltern mir beschreiben, ein Teufelskreis. Wenn du merkst, ja, mein Kind hat irgendwo unterwegs seine Tränen verloren, ist jetzt der Moment, wo ihr euch gemeinsam auf die Reise machen könnt, die verletzlichen Tränen wieder zu finden. Ganz viele Eltern melden sich genau aus dem Grund für das Programm an, weil das ein Prozess ist, weil das ein Weg ist und in der Regel nicht von heute auf morgen passiert, auch wenn das durchaus vorkommt. Rahel war vor 3 Jahren zum ersten Mal beim Programm dabei und sie hat nach einiger Zeit dann ihre eigene Mama gefragt und gefragt: 'Hast du gemerkt, dass mein Sohn sich verändert hat?' Und Rahels Mama meinte zu ihr: 'Ja, es ist mir aufgefallen. Er ist so kuschelig und so weich geworden.' Es geht nicht darum, dass unsere Kinder keinen Schmerz kennen. Es geht nicht darum, dass sie sich nichts anmerken lassen, sondern darum, dass sie die innere Stärke entwickeln, diesen Schmerz zu durchleben. Deshalb, wenn irgendwie möglich, reagieren wir bei Frustration unsere Kinder nicht mit Strafe, nicht selber mit Aggression, sprich Schimpfen und laut werden. Wir würden sonst nur noch mehr Frustration obendrein geben. Achte darauf, dass du selber weich bleibst. an der Seite deines Kindes. Wir schaffen das. Ich helf dir. Wir kommen da gemeinsam durch. Achte darauf, dass du die Gefühle deines Kindes nicht probierst wegzudrücken. Das ist sowieso nicht möglich. Das Auto bleibt dann einfach im Kreisverkehr und dreht weiter seine Runden, bis es irgendwo eine Ausfahrt findet. Und schau danach, dass du Ventile findest für dein Kind, die niemanden verletzen. Bindungsspiele bieten sich beispielsweise da Wunderbarst an. Ein Hinweis am Rande noch für euch: Wenn du dich jetzt vielleicht gefragt hast, gilt das auch für uns Erwachsene? Vielleicht hast du dich ja an der einen oder anderen Stelle wiedergefunden. Ja, dieser Prozess, den ich euch beschrieben habe, der gilt genauso auch für Erwachsene. Mit einem Unterschied, wir Erwachsenen haben hier noch einen zusätzlichen Filter und zwar haben wir gemischte Gefühle. Wir können sowohl als auch abwägen. Wir können vielleicht die Situation nicht ändern. Wir finden vielleicht in diesem Moment auch nichts zur Trauer, zu den Tränen. Aber bevor wir dann jemanden verhauen, gibt es noch eine Stimme, die uns sagt: 'Ich liebe doch diesen Menschen, ich möchte ihm nicht weh tun.' Dann dreht die Frustration weiter ihre Kreise, bis sie irgendwann ihren Ausgang findet. Noch unreife Kinder haben diesen Filter aber noch nicht und sie können ihre Impulse noch nicht kontrollieren. Sie können noch nicht abwägen zwischen 'Ich habe den Drang, jemanden zu verhauen, aber ich liebe diesen Menschen ja doch auch'. Deswegen ist es dann, als ob eine Sicherung rausfallen würde und das Kind braucht unseren Schutz, damit Haus und Geschwister heile bleiben. Wenn du jetzt merkst, 'Wow, das ist eine große Sache'. Das macht alles sehr viel Sinn, aber wie setze ich das alles um? Ich möchte wissen, wie ich Tränen hervorlocken kann, wie ich Aggression bindungsorientiert begleite, ohne mich selbst dabei zu verlieren. Ich brauche da Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Ich brauche da mehr Zeit. Dann lade ich dich herzlich ein, dir unser Programm 'Kleine Abenteurer liebevoll begleiten' anzuschauen. Hier im Podcast breiten wir die Landkarte aus. In dem Programm gehen Schritt für Schritt gemeinsam, mit ganz viel persönlicher Begleitung und sehr, sehr viel mehr Zeit. Du findest alle Infos zu dem Programm in den Shownotes. Zusammengefasst für heute: Aggression ist nicht das Problem. Sie zeigt das Problem. Sie ist der letzte Ausweg. Wenn dein Kind gehäuft aggressiv wird, ist es oft ein Zeichen für Frustration, die auf den ersten Blick womöglich nicht erkennbar ist, für verloren gegangene Tränen und ein Herz, das sich aus welchem Grund auch immer panzern musste. Wenn du das Bild des Kreisels verinnerlichst, kannst du plötzlich zwischen den Zeilen lesen: 'Aha, Veränderung war nicht möglich für das Kind. Ah, der Weg zu den Tränen war ihm scheinbar versperrt. Da blieb ihm wohl nur der Ausweg der Aggression. Eine Mama sagte zu mir, und das blieb mir so fest in Erinnerung, sie sagte: Verstehen gibt mir Sicherheit und Sicherheit lässt mich weicher, ruhiger und liebevoller reagieren. Und genau das wünsche ich dir, weil nur Wärme lässt den Panzer der Härte schmelzen. In der nächsten Folge gehen wir einen Schritt tiefer. Warum ist das weiche Herz für die Entwicklung unserer Kinder so wichtig und was führt genau dazu, dass manche Kinder keinen Zugang mehr zu ihren weichen Gefühlen haben? Und wie können wir die verloren gegangenen Tränen wiederfinden? Das wird vielleicht die wichtigste Folge überhaupt. Für heute, lass uns super gerne einen Kommentar da, abonnier den Kanal und ich freue mich riesig auf die nächste Folge mit dir.

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