#13 Warum Kinder so heftig reagieren - und was dahintersteckt

Shownotes

Was für uns banal wirkt, kann für Kinder zu einem emotionalen Orkan werden.

In dieser Episode erfährst du,

  • was im kindlichen Gehirn passiert, wenn die Sicherung rausfliegt
  • warum dein Kind noch nicht abwägen kann - und weshalb die Gefühle deshalb so ungebremst wirken.

Du bekommst konkrete Einblicke, liebevolle Perspektiven und Orientierung für den Alltag.

Eine Folge für alle Eltern, die spüren: „Ich möchte mein Kind besser verstehen – auch (und gerade) dann, wenn es so heftig wird.“

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Hallo und ganz herzlich willkommen bei 'Kleine Herzen Große Verbindung', dem Podcast für Eltern, die weniger schimpfen und mehr staunen wollen. Du willst wissen, warum dein Kind wegen Kleinigkeiten so ein riesiges Theater macht? Warum alles so heftig wird? Schön, dass du heute hier In den letzten beiden Folgen hast du erfahren, was die Ursache für Aggression ist. Du hast ein eindrückliches Bild vom Frustrationskreisel kennengelernt, ein Bild, das schon vielen Eltern geholfen hat, die Ursache von Aggression zu verstehen. Und du hast in der letzten Folge erfahren, warum es so wichtig ist, dass wir die Herzen unserer Kinder weich behalten. Härte, also ein Herz, das hart geworden ist, ist die Ursache von so vielen Problemen. Deshalb ist mehr Härte nie der Ausweg in der Erziehung, sondern immer der Anfang von noch mehr Problemen. Heute erfährst du, warum die Gefühle deines Kindes manchmal so unglaublich intensiv, so unglaublich heftig sind. Gerade dann, wenn ein Kind ein riesiges Theater macht, sprich völlig übertrieben in unseren Augen reagiert, macht es einen immensen Unterschied, wenn wir unser Kind mit dem Herzen sehen. Weil oft, sind es ja absolute Peanuts, die einen riesigen Ausbruch auslösen können. Zu viel Wasser im Becher beziehungsweise zu wenig davon, die falsche Gabel, die Brotscheibe, die halbiert wurde und eigentlich hätte ganz bleiben sollen. Das T-Shirt, das in der Wäsche ist. Ganz banale Dinge. Und dann BÄM, das Kind schreit, wirft Dinge, beschimpft dich vielleicht, geht aufs Geschwisterkind los oder auf die Katze und du fragst dich. wird es das nie lernen. Mache ich etwas falsch? Warum macht es wegen einer Kleinigkeit solch ein Theater? Du bist hier, weil du dein Kind noch liebevoller begleiten möchtest und merkst wahrscheinlich auch, dass es manchmal gar nicht so leicht ist. Mit noch unreifen Kindern, sprich mit Kindern, deren Gehirn noch voll in der Entwicklung ist, ist es wie in einem Labyrinth. Es gibt viel mehr Wege, die nicht funktionieren, als Wege, die funktionieren. Und im Alltag passiert es so schnell, gerade wenn wir müde sind, wenn der Tag bereits lang war oder das Leben überhaupt einfach herausfordernd ist und überfordernd ist, dass wir in alte Muster fallen und kaum noch wahrnehmen, was unser Kind jetzt eigentlich bräuchte. Das Kind hat einen Wutausbruch und Mama gleich dazu. Das Kind reagiert heftig, in deinen Augen zu heftig und Papa explodiert gleich mit. Ich feiere die Intuition von Eltern sehr. Aber in solchen Momenten, wenn alles drunter und drüber geht, verlieren Eltern sehr oft den Zugang zu ihrer Intuition. Und dann ist es so wertvoll, wenn wir das Wissen nicht nur im Herzen tragen, sondern tatsächlich auch im Kopf. Wenn unsere Intuition mal versagt, weil wir gerade in einem alten Film sind oder uns unter Druck fühlen oder der Tag einfach bereits viel zu lang war, ist es wichtig, dass wir eine Antwort im Kopf finden, eine Erklärung, eine Leitlinie, eine Orientierung. Deshalb liegt mir die Entwicklung unserer Kinder so am Herzen. Ich wünsche mir, dass wir lernen, über die Frage „Was tue ich, wenn?“ hinauszuwachsen. und immer mehr lernen, unsere Kinder mit dem Herzen zu sehen. Und genau das machen wir heute. Wir schauen uns an, warum Kinder so extrem reagieren. Dieses riesige Theater, das sie manchmal veranstalten, ist übrigens überhaupt kein Theater, sondern für die Kinder ist das ihr Erleben. Was hat es damit auf sich? Warum haben Kinder diese heftigsten Ausbrüche? Warum ist bei unseren Kindern alles so intensiv? Ich gehe davon aus, dass du Folge 11 schon gehört hast. Falls nicht, kannst du das gerne direkt im Anschluss noch nachholen. Im Prinzip haben wir es bei all diesen Ausbrüchen mit verschiedenen Formen von Aggression zu tun. Egal ob dein Kind Dinge rumschmeißt, schreit, haut oder aber auch einfach 'Pi' sagt und stichelt, dies lässt sich alles als unterschiedliche Formen von Aggression zusammenfassen. Wir haben in Folge 11 darüber gesprochen, dass Frustration ins System kommt. Das Kind ist frustriert, etwas in seinem Leben funktioniert nicht. In der nächsten Folge erfährst du übrigens, welches die größten Frustrationen im Leben deines Kindes sind. Die Frustration fährt also in Form vom himmelblauen VW-Bus in den Verkehrskreisel hinein und sie hat 3 Ausfahrten zur Auswahl. Erstens, die Veränderung: 'Mama, darf ich noch eine halbe Stunde länger bleiben?' Zweitens, die zweite Ausfahrt, die Trauer. Es ist so schade, darf ich nicht noch länger auf dem Spielplatz bleiben. Es macht gerade so richtig Spaß. Und wenn dieser Ausgang verschlossen ist, weil der Brocken zu groß ist, die Frustration zu überwältigend für das Kind oder das Herz des Kindes hart geworden ist, dann bleibt nur noch die dritte Ausfahrt, die Aggression. Und jetzt sagst du vielleicht: 'Ja, aber nur weil ich sehr frustriert bin, muss ich nicht automatisch aggressiv reagieren.' Und ja, das stimmt. Wenn ich wütend von zu Hause losfahre und jemand nimmt mir auf der Straße obendrauf noch den Vortritt, muss ich nicht zwingend hupen und erst recht nicht in den nächsten Pfosten hineinfahren, auch wenn ich innerlich außer mir bin vor Wut. Wir Erwachsenen haben hier einen zusätzlichen Filter, gemischte Gefühle. Wir können die Situation vielleicht nicht verändern. Ich finde vielleicht auch nicht sofort zu den Tränen beziehungsweise zu einer inneren Trauer darüber, über die Dinge, die nicht funktionieren. Und es ist furchtbar frustrierend. Aber bevor wir jemanden hauen, jemandem wehtun, jemanden verbal verletzen, können wir abwägen. Es gibt diese innere Stimme, die sagt: Ich würd dich zwar jetzt gern auf den Mond schmeißen, aber ich hab dich auch lieb und ich will dir nicht wehtun. Dann dreht die Frustration weiter ihre Kreise. Der himmelblaue VW-Bus dreht eine weitere Runde, bis er irgendwann einen Ausgang findet. Wir Erwachsenen können abwägen. Okay, manchmal wägen auch Erwachsene nicht mehr ab, zum Beispiel dann, wenn sie abends sehr müde sind. und plötzlich so ganz anders reagieren, als sie das eigentlich gerne tun würden. Aber grundsätzlich haben wir die Fähigkeit, sowohl als auch abzuwägen. Es gibt immer eine Gegenstimme in uns. Aber, und jetzt kommen wir zum entscheidenden Punkt, denn hier werden Kinder so oft grundlegend missverstanden. Und immer wenn wir Kinder missverstehen, führt das zu Problemen im Verhalten, in der Beziehung und hier im Umgang mit solchen Gefühlsstürmen. Nicht reife Kinder haben diese inneren Filter noch nicht. Diese Fähigkeit ist schlicht noch nicht entwickelt. Kinder unter 7 und neurodivergente Kinder oft noch länger, weil ihre Gehirnreifung anders verläuft, können ihre Impulse noch nicht kontrollieren. Sie können noch nicht abwägen. Da gibt es noch kein Sowohl als auch. Da gibt es noch keine Gegenstimme. Und wir können uns auf den Kopf stellen, die Gehirnreifung kann keiner von uns direkt beschleunigen. Wir können nur optimale Bedingungen schaffen für diese Entwicklung, aber wir können sie nicht direkt beschleunigen. Deshalb ist es manchmal bei den Kindern, als würde eine Sicherung rausfallen. Das Kind ist komplett außer sich vor Aggression und es braucht ganz viel Begleitung und die Möglichkeit, die Frustration irgendwo abzureagieren. Auf ungefährliche Art und Weise abzureagieren, damit Haus, Geschwister und Katze heil bleiben. Dein Kind kann nur ein Gefühl aufs Mal empfinden. Abwechslungsweise, ganz viele verschiedene Gefühle, aber immer nur 1 aufs Mal. Wenn unser jüngstes Kind sich drauf freut, rauszugehen, dann hüpft sie förmlich zur Tür und sie hat vor lauter Begeisterung keine Zeit mehr, die Schuhe anzuziehen. Das gleiche Kind, wenn sie beim Spiel der älteren Geschwister nicht mitmachen darf, legt sie sich innerhalb von Sekunden auf den Boden und weint herzzerreißend, als würdest du ums Überleben gehen. Vielleicht kennst du das auch von deinem Kind und die Frage ist, warum alles so heftig? Warum so ungebremst? Weil ihr Gehirn nur ein einziges Gefühl zurzeit zulässt. Es gibt in ihrem Bewusstsein noch keine Gegenstimme. Sie ist entweder voller Freude, voller Trauer, voller Frustration, voller Entdeckergeist, voller Angst, aber nie zwei Gefühle gleichzeitig. Du kannst dir das so vorstellen: Ein Gehirn im Kleinkindalter funktioniert wie ein Smartphone mit nur einem offenen Fenster. Während wir Erwachsenen mehrere Fenster gleichzeitig offen haben und den Überblick darüber behalten können, sowohl als auch, kann ein Kleinkind immer nur ein Fenster offen haben. Entweder ist der Fahrplan offen oder das Fenster für die WhatsApp-Nachrichten, aber nie beides gleichzeitig. So funktioniert das Gehirn, das noch nicht komplett ausgereift ist. Und viele Eltern fragen sich an dem Punkt, wie entsteht denn überhaupt die Fähigkeit abzuwägen, zwei Gefühle gleichzeitig zu halten und gute Entscheidungen zu treffen, weil Abwägen ist die Voraussetzung, um gute Entscheidungen zu treffen. Und genau hier beginnt der Weg zur Reife. Wie kann ich meinem Kind helfen, dass diese ausgeglichenen Gefühle, dass diese innere Gegenstimme, die manchmal wie eine Bremse wirkt, dass die überhaupt wachsen können? Und ab wann ist das überhaupt sinnvoll? Genau darüber sprechen wir im Programm „Kleine Abenteuer liebevoll begleiten“ ganz ausführlich und gehen in der Praxis das alles gemeinsam durch. Wie wir Reife nicht erzwingen, aber gute Bedingungen dafür schaffen und wie wir die Entwicklung so begleiten, dass gemischte Gefühle hervorgelockt werden. Weil es ist wirklich ein langer Entwicklungsprozess. Ihr kennt alle Erwachsene, die diese Fähigkeit zum Abwägen nicht haben und das ist sehr tragisch. Wenn du verstehst, dass es in deinem Kind womöglich noch keine Gegenstimme gibt, verstehst du vielleicht auch, warum diese Gefühle dann so übermächtig werden. Und jetzt kommt etwas ganz Wichtiges: Das hat sogar seinen Sinn. Das, was so unpraktisch ist für uns Eltern, hat absolut seinen Sinn. Die Natur hat es so eingerichtet, dass konkurrierende Signale im kindlichen Gehirn in einer ersten Entwicklungsphase nur nacheinander verarbeitet werden. So hat das Kind die Möglichkeit, eine einzige Sache nach der anderen kennenzulernen, zu erforschen und damit vertraut zu werden. Klingt eigentlich ganz gut, klingt ganz logisch. Das führt aber dazu, dass ein Kind in dieser Entwicklungsphase entweder wütend auf seinen kleinen Bruder ist und von diesem Gefühl völlig überwältigt wird, oder dass es Fürsorglichkeit spürt und diesen Bruder am liebsten immer bei sich halten und knuddeln und umsorgen möchte. Entweder oder. Und das ist so gut zu wissen, weil es liegt nicht am Kind, wenn es noch sehr ungebremste Gefühle hat. Es liegt einfach daran, dass seine emotionale Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Das Kind ist noch unreif, das kindliche Gehirn ist noch unreif. Wenn wir das nicht wissen, machen wir dem Kind immer wieder Vorwürfe und es bekommt von uns zu hören, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist. Dabei ist alles in Ordnung. Es ist keine Störung, wenn ein Kleinkind von einem Gefühl ins nächste stolpert. Es ist im Gegenteil eine ganz typische Eigenschaft des Kleinkind und Vorschulalters und hat absolut seinen Sinn. Das bedeutet aber auch, dass Kleinkinder unsere Hilfe brauchen, damit andere durch ihre ungebremsten Gefühle nicht zu Schaden kommen. Sie brauchen unsere Hilfe, um selbst heil durch diese großen inneren Stürme zu kommen. Übrigens, wir sprechen hier von Kindern unter 7 Jahren. Bei neurodivergenten Kindern braucht die Reifung oft 2-3 Jahre länger. Und bitte bedenkt, auch wenn dein Kind bereits 9 Jahre alt ist, nur weil das Gehirn mittlerweile grundsätzlich fähig ist abzuwägen, ist diese Fähigkeit deshalb noch längst nicht komplett ausgereift und auch noch nicht in jedem Moment unbedingt verfügbar, insbesondere dann nicht, wenn das Kind müde oder hungrig ist. Wenn wir also dieses Wissen über die noch ungemischten, ungemäßigten, ungebremsten Gefühle unserer Kinder haben, ergibt sich im Frustrationskreisel folgende Situation: Der erste Ausgang Die Veränderung ist womöglich verschlossen, weil Veränderung nicht möglich ist. Mama hat nein gesagt oder das T-Shirt ist in der Wäsche und kann einfach nicht sofort sauber gezaubert werden. Dann ist vielleicht aber auch der zweite Ausgang, der Weg der Adaption über die Tränen und die Trauer womöglich verschlossen. Entweder, weil der Brocken riesig ist und überwältigend für das Kind, oder weil das Kind vielleicht schon vor längerer Zeit den Zugang zu seinen verletzlichen Gefühlen verloren hat. Und dann bleibt noch die dritte Ausfahrt. Und wenn ein Kind jetzt unbegleitet ist, wenn da kein Erwachsener schützend dabei ist, kommt die ungebremste Ladung Aggression aus dem Kind heraus. Das Kind ist dazu getrieben, anzugreifen. Eine liebe Mama aus unserer Facebook-Gruppe hat geschrieben, sie, ihre Kinder sind 7 Monate und 2 Jahre jung und sie schreibt, ihr Großer habe sehr viel Aggression, die für sie sehr schwer händelbar sei. Vor allem, dass er sie und den jüngeren Bruder schlägt, sobald es nicht ganz genau so läuft, wie er es möchte. Ist das ein böses, unerzogenes Kind? Nein. Der Junge ist maximal frustriert. und vielleicht obendrauf noch in seiner Chefrolle gefangen. Vielleicht ist er durch die große Veränderung ins Alpha gerutscht und es gab eine Verdrehung im Bindungstanz. Und ganz ehrlich, nebst dem Schönen, was ein Geschwisterchen mitbringt, was gibt es Frustrierendes, als wenn ich plötzlich meinen Platz mit jemandem teilen muss? Stell dir mal vor, dein Partner bringt heute Abend eine neue Frau mit oder einen neuen Mann und sagt: Bitte sei ganz besonders lieb zu ihr. Sie gehört von jetzt an zu uns. "Na, danke schön." So überwältigend kann sich das auch für dein Kleinkind anfühlen und es ist kein Klacks, Kinder durch diese Stürme schützend zu begleiten. Wenn du ein Kind durch solche Stürme führst, brauchst du innerlich ganz viel Orientierung, ganz viel Halt. Du gehst in Verbindung und du begleitest mit einem weichen Herzen. Nicht mit Strafen, nicht mit Druck. Dazu greifen wir Eltern dann, wenn Ohnmacht überhandnimmt und wenn die natürliche Autorität fehlt. Übrigens, Bemerkung am Rande, ich finde es ganz wunderbar, wenn Kinder gemeinsam aufwachsen dürfen. Ja, es bringt für die meisten Kinder große Frustrationen mit sich, oft einiges an Stürmen Und damit dürfen wir einfach rechnen. Darauf dürfen wir vorbereitet sein, um das dann mit Halt, mit Orientierung und mit Wärme zu begleiten. Für diesen kleinen Jungen, der Mama aus unserer Facebook-Gruppe, bedeutet das Geschwisterchen in manchen Momenten maximale Frustration. Seine Welt wird so sehr erschüttert, dass sein Gehirn innerlich sagt: 'Wow, das ist mir zu heftig.' Und sein Herz wird vorübergehend hart. Der Weg zu seinen Tränen ist damit praktisch blockiert in diesem Moment. Und was bleibt? Die Aggression. Und selbstverständlich dürfen wir diese Kinder in dem Moment nicht sich selbst überlassen. Kleinkinder sind durchaus imstande, ein jüngeres Geschwisterchen ernsthaft zu verletzen, sich mit einem Kissen aufs Gesicht zu setzen oder Ähnliches. Ihr Gehirn hat einfach noch keine Gegenstimme. Deshalb braucht es uns Erwachsene. Wir sind das ausgleichende Element. Wir schützen, solange das Kind noch unreif ist. Wir begleiten. Und ja, die Reife wird kommen. Ganz sicher kommt sie. Aber bis dahin sind wir das Gehirn, das mitdenkt. Wir sind die Bremse, die das Kind selbst noch nicht hat. Und wir sind die Fürsorge, die das Herz weich hält, damit Entwicklung überhaupt möglich wird. Und genau hier an dem Ort, wo Entwicklung und Reifung passiert, wird es so super spannend, weil hier passiert so viel Faszinierendes, was komplett aus dem Kind heraus wächst, vorausgesetzt, dass wir die Bedingungen dafür schaffen. Vielleicht fragst du dich an der Stelle, wie begleite ich mein Kind eigentlich so, dass es überhaupt reifen kann? Wie helfe ich ihm, dass diese ausgeglichenen Gefühle, dieses Sowohl als auch, dass es so dringend braucht, überhaupt wachsen und reifen können? Wenn dich das interessiert, schau super gerne die Infos zum Programm „Kleine Abenteuer liebevoll begleitend“ in den Shownotes an. Für heute zusammengefasst: Heftige Ausbrüche sind nicht ein Zeichen von Bosheit, sondern Ausdruck von maximaler Frustration, und fehlenden gemischten Gefühlen. Wenn Veränderung nicht möglich ist, wenn der Weg zu den Tränen verschlossen bleibt und das Kind noch nicht abwägen kann, bleibt dem Kind, das allein gelassen wird, nur die Ausfahrt der Aggression. Sein Gehirn hat in diesem Moment noch keine Gegenstimme. Da gibt es nichts, was es bremsen würde und deshalb braucht es uns Erwachsene als Schutz als Orientierung und als Halt. Und Reife kommt. Reife wächst. Aber sie wächst nur dort, wo das Herz weich bleiben darf. Nächste Woche schließen wir die Serie über Wutausbrüche und Aggression ab. Wenn Frustration der Ursprung für Aggression ist, dann müssen wir auch wissen, was unsere Kinder so sehr frustriert. In der nächsten Folge erfährst du, was die größte Frustration im Leben deines Kindes wirklich ist. Eine Frustration, die fast alle Eltern unterschätzen. Und wenn dir die Folge gefallen hat, teile sie gerne mit deinen Freunden und ich freue mich, wenn du mir einen Kommentar dalässt.

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