#24 Ich war so allein - Anna Marias ehrliche Geschichte
Shownotes
Warum klappt es bei anderen und nur bei uns nicht?
Warum gibt es bei uns für jeden Ausflug eine „Rechnung“ am Abend?
Warum eskalieren selbst kleine Dinge?
Anna-Maria erzählt in dieser Folge von zwei Jahren Dauerbelastung: Frustrationsausbrüche, schlaflose Nächte, Alleinsein, Scham und dem Gefühl, vielleicht einfach zu versagen.
Und von dem Moment, in dem sie verstanden hat: Es liegt nicht an mir.
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Transkript anzeigen
00:00:11: Ich begrüße euch ganz, ganz herzlich zu einem
00:00:13: Mäuschen sein Gespräch.
00:00:15: Zu einem Blick hinter die Kulissen in das Leben und die Familie von der Liebe Anna Maria.
00:00:21: Anna Maria ist total schön, das du heute hier bist und können wir gleich einfach in deine Geschichte eintauchen.
00:00:27: Du wirst du uns mitnehmen in das was du in den letzten zwei Jahren oder auch weiter zurück erlebt hast mit deinen Kindern.
00:00:34: Anna Maria, nimm uns mal mit.
00:00:36: Wie hast du uns überhaupt kennengelernt?
00:00:39: Wie bist du auf uns aufmerksam geworden?
00:00:41: Wo hat unsere gemeinsame Reise ihren Anfang genommen?
00:00:45: Ich hatte irgendwann, weil ich weiß nicht über welche Plattformen bin in einen Newsletterverteiler von dir gekommen und habe immer regelmäßig Newsletter von dir erhalten.
00:00:55: Und ich weiß ... Ich hab die immer super gern gelesen, weil die waren so lieb!
00:01:01: mit so einem lieben Blick geschrieben, also nicht nur auf Kinder sondern auch dieses Verständnis für uns Eltern was mir einfach gerade in der, weiß ich nicht, Mitteleuropäischen Gesellschaft so viel doch dieses Verständnis dafür dass Eltern manchmal einfach nicht mehr können und das ja.
00:01:17: Und ich habe das morgens immer gelesen wenn meine Kinder direkt neben ihr oder an mir dran lagen und ich weiß es ist für mich so... Es hat mich immer so berührt.
00:01:26: und irgendwann gab's dann eine Einladung zu so einem kostenlosen Workshop für die Begleitung fürs Kind und das war im Februar.
00:01:35: Ich hatte natürlich vorher gelesen, dass du das Programm anbietest aber das war für uns finanziell einfach nicht drin in den ersten Jahren weil meine erste Tochter, haben wir im Studium bekommen und meine zweite dann während des Referendariats so dass wir halt wirklich Geld einfach gucken mussten.
00:01:48: So dann habe ich aber an diesen Workshop teilgenommen.
00:01:50: es war ein Abend zwei Stunden und ich hab jetzt gerade nochmal meine alten Notizen rausgeholt.
00:01:55: ich habe drei vier Seiten richtig mitgeschrieben und damit zugehört, ich hab wirklich nur genickt.
00:02:02: Wahnsinn!
00:02:03: Das ist ja genau das sind meine Kinder.
00:02:04: Das ist endlich jemand der mich versteht.
00:02:07: Andere Menschen haben es auch schwer.
00:02:08: Das liegt nicht nur an mir und andere Menschen haben auch Kinder die so herausfordernd sind.
00:02:13: Und es ist okay dass ich das als anstrengend empfinde und dass ich einfach neidisch bin auf Leute, deren Kinder einfach einschlafen und keine Frustrationsausbrüche haben, und einfach zum Turnen gehen und alles so mitmachen.
00:02:29: Genau, dann hab ich's gesagt so... Nee, Steffen, zu meinem Mann hab ich gesagt wir müssen da mitmachen und dann hab' ich es einfach gebucht.
00:02:36: Ich zack an dem Abend noch gebucht und ihm das erst später gesagt.
00:02:41: Und dann konnte das ja auch nicht mehr ändern.
00:02:43: Na doch!
00:02:44: Mit uns kann man reden aber du wolltest das es gemacht ist und dass es entschieden ist, gell?
00:02:50: Ja genau.
00:02:52: Hattest du dich vorher alleine gefühlt, hattest Du das Gefühl dass es bei den anderen effektiv einfacher ist.
00:02:59: Ja, ja ganz, ganz toll.
00:03:01: und ich habe nun das große Glück, dass ich Eltern habe mit denen ich sehr eng bin.
00:03:06: also wenn die mit dabei waren da wusste ich... Da ist Verständnis dafür da und dann muss ich mich nicht verstellen und da kann ich auch sagen Ich weiß gerade einfach nicht mehr weiter.
00:03:13: Es ist derbe anstrengend.
00:03:14: Aber das war wirklich nur in diesem engen Familienkreis Und so oft haben wir uns ja auch nicht gesehen.
00:03:19: Dass sich sonst dachte auch im Freundeskreis. Wenn dann einfach Leute erzählt haben Ah, der hat jetzt nachts mal geweint.
00:03:26: Und dieser wieder hat nachts... Ja er war jetzt... Ja, der schläft da sonst immer durch seit ein paar Monaten.
00:03:32: Ich dachte, meine Kinder haben nur an mir genuckelt!
00:03:35: Ich habe mit Taten Hüfte und Achsel weh, weil ich immer alles so liegen hatte.
00:03:40: Ich wirklich dachte, das kann doch nicht sein.
00:03:42: Und einfach diese permanente Wut ... Wir konnten keine Veranstaltung machen ohne dass nachher abends alles zusammengebrochen ist.
00:03:49: Dass wir zu Hause wussten, man kriegt für alles eine Rechnung.
00:03:52: Also ich hab das Gefühl gehabt, was ich gemacht habe, was auch mal machen wollte gab es eine Rechnung am Ende.
00:03:57: Das ist einfach so furchtbar anstrengend.
00:04:01: Und ich wirklich mal gedacht habe, also nicht immer zweifelt auch und denkt vielleicht machen wir Sachen falsch sind wir zu weich.
00:04:08: Zu wenig strenn oder dieses?
00:04:10: Na da muss doch mal eine Konsequenz haben.
00:04:12: Ah!
00:04:13: Und gleichzeitig dieses noch einmal nicht sehe.
00:04:14: aber das Kind kann gerade nicht anders es geht ihm schlecht.
00:04:17: Es ist traurig oder es wütend und einfach oft dass sich nicht verstanden hat woher dieser Wut kommt.
00:04:23: Und es ist so frustrierend wenn es ringsum einfacher ist gefühlt bei allen einfacher ist .
00:04:28: Also man nie genau weiß, liegt es an mir mache ich was falsch und man das ja dann auch gespiegelt bekommt.
00:04:33: Wenn du dir dem Voraus überlegen musst geh ich jetzt zu diesem Fest oder nicht?
00:04:38: bin ich bereit danach die Rechnung zu zahlen?
00:04:40: kann ich das überhaupt tragen?
00:04:41: Und man würde sich das so anders wünschen?
00:04:43: aber wenn dann oben drauf noch kommt ihr macht es halt auch kompliziert.
00:04:46: Dann seid halt vielleicht schwierig.
00:04:48: Ich erinnere mich auch noch an eine Bekannte meiner Mutter.
00:04:51: da war meine Meine Große war zwei, zweieinhalb und die Kleine war ein paar Monate alt.
00:04:57: Die hat nur im Tragetuch geschlafen und sonst wirklich nur gestehen.
00:05:00: Also entweder habe ich sie gestillt, sie hat am Schnuller genuckelt aber dann immer nur im ... immer nur in Tragetuch.
00:05:06: Aber ich weiß das.
00:05:06: eine Bekannte meiner Mutter dann sagte ja weil ich ja ach die schläft.
00:05:09: und wenn man als Eltern will man auch mal nicht mal das einfach nur loswerden.
00:05:13: Man kann es ja nicht ändern aber einfach sagen oh ist es einfach so furchtbar anstrengend.
00:05:16: und sagt sie zu mir naja Habt ihr euch auch selber eingegebrockt.
00:05:19: Du hast ja auch so, du bist ja auch selber schuld wenn du sie nur trägst.
00:05:23: Und dann dieses Ja ich weiß!
00:05:24: Ich will es ja auch nicht aber das Kind schläft sonst nicht.
00:05:27: Dieses von oben nochmal wieder das hat mich ganz, ganz doll doll verletzt.
00:05:31: Es tut furchtbar weh wenn man selber eigentlich am Ende ist dann noch eins auf den Deckel zu bekommen.
00:05:36: Du hast dich damals an diesem Abend fürs Programm entschieden.
00:05:39: Was war damals dein Wunsch Dein Anlegen?
00:05:42: was hast du dir als erhofft von dieser gemeinsamen Zeit?
00:05:46: Also hauptsächlich diese Frustrationsausbrüche von meiner mittleren und meiner jüngeren, dann damals drei, vier.
00:05:55: Dass die weniger werden!
00:05:57: Und vor allem dieses Wenn-Dann, das kennen ja auch alle Eltern, dass ich wirklich gedacht habe in diesem Workshop... Das was bei mir so den Nagel auf dem Kopf getroffen hat war dieser Druck erzeugt Gegendruck?
00:06:12: Das fand ich so krass.
00:06:13: Das ist Druck, das kann ich bis heute überall anwenden!
00:06:17: Also auch mit anderen Leuten und meinen Schülern, meine Eltern und meinem Mann Druck erzeugen... Es hat sich so eingeleuchtet als wenn die Frau so etwas Kluges sagt, was ja auch Sinn macht, dann hat sie bestimmt noch mehr so zusagen ums besser zu machen oder leichter zu machen.
00:06:35: weißt du?
00:06:36: Was bei mir glaube ich gesagt nicht das muss ich jetzt auch umsetzen da ist bestimmt doch mehr dahinter und das wird mir helfen, dieses tiefe Gefühl, da muss es noch was anderes geben.
00:06:45: Das kann doch jetzt so nicht sein, dass wir uns alle wieder nur
00:06:49: anschreien.
00:06:49: Und das war ja wirklich bei allen Kindern zu dem Zeitpunkt schwierig, gell?
00:06:53: Die großen Ängste und die Frustrationsausbrüche der Mittlerin mit der Großen, die so viel zurückstecken musste, die aber viel Begleitung in der Schule gebraucht hat oder bis heute braucht, aber damals auch ganz viel gebrauchte.
00:07:05: Die Jüngste, die an dir geklebt hat – und nicht mehr zur Tagesmama wollte!
00:07:10: gefühlt auch am Ende.
00:07:11: Ja, mein Mann war eigentlich so gut wie gar nicht anwesend und wir mussten immer aus unserer engen Wohnung gehausst weil er ja dann wenn er zu Hause war Unterrichtsvorbereitung oder Stundenentwürfe schreiben musste und... Und dann bin ich dann immer auf die Spielplätze und dann habe ich da ... Wie oft hab' ich da im strömenden Regen alleine gestanden mit dem Kleinkind da in der Hand?
00:07:28: Mit dem Baby in der Trage und... Ich war so allein im strömenden Regen!
00:07:33: Das ist das Bild, dass es immer noch so da.
00:07:36: Und wie oft habe ich alleine dann auch versucht, die Kinder ins Bett zu bringen.
00:07:39: Das Gefühl, ich war so alleine und das tut dann auch Sachen so leid wenn ich dann meine große damals so angeschrien hab weil die Stine nicht schlafen wollte.
00:07:48: Ich konnte aber ja nicht gleichzeitig Einschlafbegleitung und es war einfach so.
00:07:52: eine furchtbare Zeit.
00:07:53: Es war einfach unglaublich viel Belastung in all den Jahren.
00:07:56: Das hat sich so aneinander gereiht und da gab's nie so richtig ein Durchatmen.
00:08:02: für dich
00:08:03: Ganz genau!
00:08:04: Und ich glaube dass ist ganz ganz vielen Mami's so geht, oder den Eltern teilen die den Haupt auch diesen Mental Load tragen.
00:08:11: Das ist einfach ein Streitthema in vielen Partnerschaften das sie immer weiter machen und ihre Bedürfnisse zu Anfangs klar zurückstecken müssen.
00:08:19: und nachher bleibt man sich das Gefühl gefangen, ich habe ja eh schon mal zurückgesteckt.
00:08:24: dann mache ich es so weiter und durch die Teilnahme am Programm soll einfach ein Wissen was plötzlich A so viel erklärt hat und B mir so viel Druck genommen hat dass es nicht an mir liegt
00:08:35: Und damit konntest du dann was machen, gell?
00:08:38: Das hat dich handlungsfähig gemacht.
00:08:40: Genau!
00:08:41: Die Kontrolle ist wieder da.
00:08:43: Also vermeintlich mit kleinen Kindern... Ja
00:08:46: aber das ist es schon nicht falsch.
00:08:48: also es ist schon eine Art von.
00:08:49: ich kann gestalten Ich kann Einfluss nehmen.
00:08:52: Kontrolle is ja nicht Aber ich kann Einfluss nehmen.
00:08:56: Das ist etwas ganz anderes als ich stehe da und kein Plan was da abgeht Keine Idee um was es hier überhaupt geht.
00:09:05: Wo hast du dann die Veränderung am allerersten gemerkt?
00:09:10: Wo hat sich in eurem Alltag was verändert, was nicht ausschließlich dein neues Verstehen war sondern einfach auch sich in euren Zusammenleben oder in deinem Umgang verändert hat.
00:09:22: Weißt du das noch?
00:09:24: Also mein Blick auf diese Frustration, auf die Wut und auf die Aggression zu erkennen.
00:09:30: Im Programm ist das doch mit dem Risotto und dem Löffel oder
00:09:33: so, glaube ich.
00:09:34: Ja genau!
00:09:37: Das ist doch jetzt nicht Schlimmes gewesen?
00:09:38: Warum rastest du so
00:09:40: aus?!
00:09:40: Und dass ich weiß... Ah ja, das liegt jetzt nicht an der Sache sondern da muss ja vorher schon viel mehr.
00:09:44: und dann... Drüber nachzudenken, ach ja guck mal, da war er das.
00:09:47: Da wusste ich heute in der Schule, es ist heute das Fach was man nicht mag oder wir hatten... Ich hatte vergessen, weil sie die falsche dringend Flasche, solche Dinge auch ernst zu nehmen.
00:09:58: Also einfach dieses Ernst nehmen der Wahrnehmung der Kinder.
00:10:03: Und dadurch war ich dann nicht mehr wütend, weil ich ja nicht mehr so machtlos war und konnte diese Frustrationsausbrüche auch ertragen.
00:10:11: Dieses Aushalten von unangenehmen Situationen, dieses Aushalten von der Angst davor mit den Kindern allein zu sein ist bei mir eben dieses große Thema und ich glaube das ist... also ich vermute dass es einfach auf vielen so geht als wenn man alleine ist mit den Kindern, dass man... Man ist überfordert und diese Überforderungen auch auszuhalten.
00:10:28: da arbeite ich heute noch dran.
00:10:30: Aber das ist viel leichter, so was auszuhalten, wenn man versteht woran es liegt.
00:10:33: und ich glaube also was sich bei mir verändert hat ist dieser Blick darauf dadurch auch der dieses Verständnis für die Tränen Das weinen... Also dass am Ende dieses Frustrationsausbruchs im besten Falle ja die Tränen stehen Und dann wirklich auch überlegt bei meiner mittleren wann die zuletzt geweint hatte.
00:10:51: Ich konnte mich überhaupt nicht mehr erinnern Ich konnte mich nicht erinnern.
00:10:54: Ich habe eine ganze Weile versucht, da müssen wir Tränen und kommen.
00:10:56: Dann gemerkt, nee, das ist dann auch ... Da hatte mir, glaube ich, eben ich eben Pia oder irgendwer hat mir geschrieben, dass ich mir selber zu viel Druck mache.
00:11:02: Und dann hab ich es aufgehört.
00:11:05: Und dann weinte sie plötzlich!
00:11:07: Also, ich hatte gar nicht drüber nachgedacht, dass das Kind einfach nicht weint.
00:11:11: Weil die so stark gepanzert war und so viel Frust hatte.
00:11:16: Das sind also dieser Blick darauf.
00:11:19: Und dass ich ein bisschen mehr, also das mit dem Spielen ist ja noch in anderer Bereich.
00:11:22: Können wir aber dass sich versucht haben, ein bisschen zu spielen?
00:11:25: Merk oder der Quatsch zu machen und meinen Mann dann auch.
00:11:29: Dem habe ich auch gesagt, diese ganzen Workshops werden auch auch was für ihn, aber ich wusste, dass er das nicht schafft und vielleicht ich wollte ihn auch nicht zwingen.
00:11:35: Aber ich hab ihm gefragt, ob es okay ist wenn ich ihm einfach mal wieder erzähle was ich so gelernt habe weil man dadurch ja auch nochmal wieder selber vertieft und immer klar kannste machen.
00:11:43: Und ich hab fast nach jedem Live-Call, den wir hatten oder von diesen kleinen Inputs die man dann hat.
00:11:48: Da dem immer an den Tagen davon erzählt und er hat auch angefangen natürlich jetzt nicht ganz so viel wie ich aber auch mit den Kindern irgendwie im Tölt oder einem Galopp aufm Huckepack zum Zähneputzen zu rennen.
00:12:01: Oder die Zahnputzmaschine zu machen also solche kleinen Sachen die einfach diese Abendroutinen die einfach mal so anstrengend waren... ...oder auch am Abendbrots-Tisch wo ich auch wirklich zwischendrin, ich habe aufgehört Abendbrrot zu essen mit meiner Familie.
00:12:16: Ich hab dann immer erst gegessen wenn sie geschlafen haben weil ich sage kann das nicht mehr ertragen und dass wir angefangen haben um Abendbrots-Tisch.
00:12:22: Das war ja auch mal Thema glaube ich in der Community, da hatte ich auch erzählt Wir haben einfach auch zu anderen Zeiten gegessen oder nicht alle gleichzeitig Dass man aus diesem Korsett rauskommt auf das sein muss was man ja schon so gemacht hat, dass es okay ist Oder dass sich beim Essstisch dann auch einfach... ich sehe etwas was du nicht siehst auf dem Tisch gespielt hast solche kleinen Sachen, die sofort, also wirklich sofort einen Effekt hatten.
00:12:44: Sowas waren so die ersten Veränderungen.
00:12:47: Voll schön!
00:12:48: Weißt du das berührt mich grad zu Anna-Marie?
00:12:50: Du beschreibst eine Situation in der du eigentlich wenig Ressourcen hattest.
00:12:54: Ja... Also du beschreibts, wir waren am Ende.
00:12:56: Das fing morgen schon mit Geschrei an und du bist ins Programm gekommen und ich kannte ja deine ganze Vorgeschichte nicht.
00:13:03: Und ich hab dich in den letzten zwei Jahren als ein Menschen erlebt immer wieder.
00:13:08: Du hast immer wieder Dinge gehört, hast Fragen gestellt und das aufgenommen.
00:13:15: Und dann aber direkt auch was draus machen können!
00:13:18: Also so oft hast du Dinge verändert und dann berichtet, boah, das hat geholfen.
00:13:22: Da hat sich etwas verändert.
00:13:24: Da ist es ein bisschen leichter geworden.
00:13:26: Das Krass ist also für mich so.
00:13:27: das krasseste von außen war ja eure Kindergartensituation jetzt vor ein paar Monaten wo einfach auch gefühlt gar nichts mehr ging irgendwie der so verzwickt war und deine Jüngste nicht mehr hingehen wollte, das auch zu Hause schrecklich war mit ihr.
00:13:41: Und du auch in dem Moment, es gefällt mir, dass ich habe keine Wahl!
00:13:44: Und dann okay doch... Ich lage einen Weg ein, der unkonventionell ist?
00:13:48: Ich probiere das jetzt
00:13:49: einfach?!
00:13:50: Ich mache das und ich schau was passiert.
00:13:52: Und zwar innerhalb von kurzer Zeit.
00:13:54: So eine große Veränderung.
00:13:55: Das hast Du immer wieder erlebt und das berührt mich total weil ich hatte nie das Gefühl, dass du da sehr eine Familie seid die wenig Ressourcen habt.
00:14:04: Mit dem was du hattest, mit dem nach außen gesehen eigentlich wenigen hast du so viel machen können.
00:14:11: Ja ich glaube auch also durch dieses Programm das ist wie... Ich hab das Gefühl wie eine Therapie begleitende Therapie irgendwie für mich auch mitgegelesen habe ich den Mut bekommen weil ich hab denke noch oft dass du auch mal sagtest gerade bei den Mami's die wirklich danach sagen sie können nicht mehr Was wünschst du dir?
00:14:30: Das ist ja etwas, woran man demnächst gar nicht denkt.
00:14:32: Dass man überlegt wie hätt ich's denn gern weil man das gar nicht leisten kann wenn man alles zur Verfügung hätte und sich das so vorstellt und dann doch versucht.
00:14:41: da ermutigt ihr in der Community immer wieder alle dazu.
00:14:45: Überleg mal was, was hättest du denn gerne.
00:14:47: und plötzlich schafft man oft nicht immer aber oft mit Situationen oder Alternativen um es umzusetzen
00:14:55: dass du immer wieder dich mutig einfach auf Dinge einlässt.
00:15:00: Und wie nimmst du daraus was Eigenes baust?
00:15:03: Also mit dem neuen Verständnis, das überträgst du auch deiner Kinder und ich habe das Gefühl, das wächst so bei dir!
00:15:11: Da wird etwas unglaublich Schönes und Lebendiges draus.
00:15:15: Das ist eine ganz, ganz... Ich finde es unglaublich, was in den letzten zwei Jahren bei euch alles passiert ist.
00:15:21: Es war jetzt nur ein Beispiel und da könnten wir halt ganz viele aneinander rein.
00:15:28: Ich danke dir, hast du uns so mitgenommen in eure Geschichte?
00:15:31: Wir könnten gleich nochmal eine halbe Stunde anhängen.
00:15:34: Sag mal gibt es etwas was würdest du gerne mitgeben?
00:15:37: so jetzt aus wenn du zurück schaust auf deine Erfahrungen.
00:15:40: zum Abschluss noch
00:15:43: tatsächlich stichwort Bauchgefühl dass das einmal also ich finde in zwei Bereichen einmal für einen selber weil ich ja nun erlebt habe was passiert Man als Mutter nicht mehr funktioniert.
00:15:56: Wie schlimm das für das ganze System ist oder sei es auch, der kann auch der Papa sein.
00:16:01: Aber den einen Teil wegbricht weil man so lange Bedürfnisse unterdrückt hat oder auf seinen Bauchgefühl nicht gehört hat mir geht es viel besser Und dadurch geht es auch den Kindern viel besser und ich kann auch viel besser Frustrationsausbrüche, Gefühle Themen hier aushalten als vorher.
00:16:18: Also einfach drauf zu hören wenn sich etwas nicht stimmig anfühlt für dich selber, dann hör da hin und schau ob du was ändern kannst.
00:16:26: und natürlich in Bezug auf die Kinder Wenn man merkt das passt ja nicht Das geht nicht mehr hinhören!
00:16:33: Und das Bauchgefühl ist ja das was im Endeffekt sagt dass das was die Seele braucht weil es sich sonst irgendwann anders äußert.
00:16:41: Das ist das, was ich gelernt habe und auch durch dieses Programm und die Community immer mehr fühle.
00:16:48: Dass es okay ist auf das zu hören, was man innerisch so sagt und dafür einzustehen.
00:16:55: Danke für dieses schöne Schlusswort, Anne-Marie!
00:16:59: Wollt schön wie du auch immer mehr Mut entwickelst für das, dass du spürst einstehen und das ernst zu nehmen.
00:17:06: Vielen vielen Dank für deine Zeit.
00:17:08: Danke allen, die zugehört haben...
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