#6 Warum dein Kind an dir klebt - und was hinter Anhänglichkeit wirklich steckt
Shownotes
„Mama, bitte bleib bei mir!“ Was kannst du tun, wenn dein Kind super anhänglich ist?
Wenn du nicht einmal kurz den Raum wechseln kannst, ohne dass dein Kind sofort nach dir ruft.
Wenn du manchmal einfach nicht mehr weisst, wie du das alles schaffen sollst.
📌 Die Wahrheit ist: Du kannst dich nicht immer um dein Kind drehen. Und du musst das auch nicht. Aber du kannst verstehen, was hinter dieser Anhänglichkeit steckt und warum genau DU in diesen Momenten so wichtig bist.
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00:00:09: Hallo und ganz herzlich willkommen bei.
00:00:10: Kleine Herzen Grosse Verbindung, dem Podcast für Eltern, die weniger schimpfen und mehr staulen wollen.
00:00:17: Wie schön, dass du wieder da bist und dass ihr Zeit nimmst für unsere Challenge-Mitten in deinem trubeligen Alltag.
00:00:23: Dass du dir um deinen Kind so viele Gedanken machst, dass du dir wünschst, dass es geborgen aufwachsen darf.
00:00:28: Das ist alles andere als selbstverständlich.
00:00:32: Und wisst ihr, was mich auch so sehr freut?
00:00:34: die vielen kleinen und großen Aha-Momente, von denen ihr mir schreibt und das ihr so schnell im Alltag Dinge ausprobiert und umsetzt.
00:00:45: Nikke hat mir eine wunderbare Geschichte geschrieben.
00:00:48: Sie haben das Aufräumen zu Hause einfach in ein Stopptanzspiel verwandelt und machen das jetzt regelmäßig.
00:00:54: Und jedes Mal, wenn die Musik stoppt, muss sie, ihr müssen sie alle in ihrer Aufräumpose erstatten.
00:00:59: Und Mama ist dabei, wohl ein paar Mal fast umgekippt.
00:01:02: Und das ist ja natürlich für viel.
00:01:04: Kichern und viel Spaß bei den Kindern gesorgt.
00:01:07: Und das Lustige war nicht geschrieben, dass nach zwei Runden tatsächlich alles gemeinsam aufgeräumt war.
00:01:12: Ich glaube, wir bräuchten grad mehr als zwei Runden, ehrlich gesagt.
00:01:15: Und das Beste, die Motivation weiterzumachen, war riesig.
00:01:19: Und dann durften die Kinder noch DJ spielen und Mama hat dann noch eine extra Runde gemacht.
00:01:25: Vielleicht bist du aber heute hier, weil es bei dir nicht so leicht geht.
00:01:30: Weil du ein Kind hast, das ständig an dir klebt.
00:01:33: Ein Kind, das ohne dich nicht kann, nie Ruhe gibt.
00:01:36: Sobald du dich umdrehst, ruft es Mama und das den ganzen Tag.
00:01:41: Vielleicht denkst du manchmal, warum kann mein Kind nicht einfach wie andere Kinder auch kurz mal für sich spielen?
00:01:48: Was mache ich falsch, dass mein Kind nicht selbstständig wird?
00:01:55: Heute wollen wir herausfinden, was hinter dieser Anhänglichkeit steckt und wie du es dir und deinem Kind leichter machen kannst.
00:02:03: Wir wollen auch hier wieder den Sinn hinter diesem Verhalten finden und hinter das Verhalten schauen.
00:02:08: Was liegt dem zugrunde?
00:02:10: Vielleicht kennst du das auch.
00:02:11: Du stehst in der Küche, du möchtest nur kurz die Zwiebeln schneiden und wie du dich umdrehst, spürst du zwei kleine Händchen, die deine Beine umklammern.
00:02:19: Du versuchst dich zu bewegen.
00:02:21: Klappt nicht.
00:02:22: Du versuchst, rückwärts zu gehen, geht auch nicht.
00:02:25: Dein Kind lässt dich nicht los.
00:02:29: Es sagt nichts, aber du weißt genau, was es meint.
00:02:32: Mama, nicht übergehen.
00:02:35: Und es wird noch schlimmer, dein Kind steht dir auf die Füße.
00:02:37: Okay, klar, kann man es wohl nicht mehr ausdrücken, gell?
00:02:41: Du denkst für dich, mich mal kurz kochen funktioniert.
00:02:46: Ich möchte euch den Felix vorstellen.
00:02:48: Felix ist fünf.
00:02:50: Und er hat heute einen ganz großen Plan.
00:02:54: Direkt nach dem Aufwachen sagt er, Mama, heute baue ich den riesigen blauen Müllabfuhrwagen, den ganz großen.
00:03:02: steht auf, trägt eine Lego-Kiste, wie ein Schatz in Sohnzimmer, setzt dich mitten hinein und kippt alles aus.
00:03:08: Überall die kleinen Lego-Teile, die über den Boden rollen, an seine Augen leuchten.
00:03:14: Die Räder liegen schon bereit, die Knöpfe und die Klappen sind noch irgendwo im Durcheinander versteckt, aber der Müllmann, der steht schon ganz stolz neben kleinen Haufen Steine, ist bereit für den Einsatz.
00:03:26: Seine Mama holt währenddessen alles fürs Frühstück raus.
00:03:29: Das Morgenlicht fällt durch das Fenster, das ist ein ganz ruhiger Moment, um entspannt im Tag anzukommen.
00:03:39: Eigentlich ein ganz perfekter Moment.
00:03:43: Felix hält seine Teile zusammen und ruft, Mama, das passt hier nicht, kannst du mir helfen?
00:03:49: Die Mama dreht sich kurz zu ihm um, erklärt, dass ihm freundlich erneckt und setzt sich mit der Hände.
00:03:54: Er drückt die zwei Teile fest zusammen, knack, sie rasten ein, schaut kurz zu seine Mama rüber, Mama, das passt so.
00:04:04: Mama dreht sich zu ihm.
00:04:05: Um, lächelt, nickt ihm kurz zu, erstrahlt, beugt sich wieder über seine Arbeit und sucht konzentriert nach dem nächsten Teil.
00:04:13: Fängt an die Räder anzubauen.
00:04:15: Die wollen nicht halten.
00:04:17: Versucht es links rum, rechts rum.
00:04:20: Mama, das geht nicht!
00:04:22: Sehr klar, dass ihm kurz geht wieder zurück zum Tisch.
00:04:27: Stell er.
00:04:30: Drei Minuten.
00:04:32: Das war.
00:04:33: Ich habe extra auf die Uhr geschaut.
00:04:35: Mama!
00:04:38: Felix sitzt dazwischen all den Teilen.
00:04:41: Er hat alles, was er braucht.
00:04:42: Schrauben, Räder.
00:04:45: Der Müllmann liegt bereit.
00:04:47: Aber Felix schaut nicht auf die Bausteine.
00:04:52: Er schaut zu Mama.
00:04:56: Und in diesem Moment wird er klar, es geht nicht ums Bauen.
00:05:00: Es geht nicht um den Müllabfuhrwagen.
00:05:04: Er braucht nicht Mama's Hände.
00:05:06: Er braucht nicht Mama's Tipps, sondern dieses warme Gefühl.
00:05:12: Mama ist da.
00:05:14: Es ist alles gut.
00:05:18: Felix sein System prüft immer wieder.
00:05:21: Bin ich noch sicher, wenn dich hier baue?
00:05:25: Felix will nicht einfach nur Aufmerksamkeit, er sucht Sicherheit, Verbindung, nicht die Lösung für die Legos, sondern die Nähe seiner Mama.
00:05:38: Eigentlich ist es ganz einfach, aber im Alltag stolpern wir regelmäßig.
00:05:43: Das wichtigste Bedürfnis unserer Kinder ist Bindung.
00:05:47: Verbindung ist nicht einfach ein Plus oben drauf.
00:05:50: Verbindung ist nicht noch ein Extra, nicht auch noch wichtig.
00:05:54: Bindung ist die Grundlage der Kern, der Ort, von dem alles ausgeht.
00:05:59: Bindung ist das Wichtigste Bedürfnis unserer Kinder, nicht die Aufmerksamkeit, nicht die Unterhaltung, nicht die Beschäftigung.
00:06:07: Bindung.
00:06:08: Gehalten sein.
00:06:10: Sich bei dir sicher fühlen.
00:06:13: Kinder sind im besten und gesundesten Sinne komplett von uns abhängig.
00:06:20: Abhängig von unserer Zuwendung, Nähe, unserem Blick, unserer Wärme, unserer Orientierung.
00:06:29: Das ist kein Mangel.
00:06:30: Das ist kein Problem.
00:06:32: Hier holen Sie Ihre Stärke.
00:06:34: Das ist kein Fehler.
00:06:36: Dass Kinder komplett abhängig von uns zur Welt kommen, das ist so gedacht.
00:06:42: Weil nur die nahe Verbundenheit mit einem fürsorglichen Menschen hatte ein Kind in den letzten Jahrtausenden überhaupt die Chance zu überleben.
00:06:50: Nur wenn ein erwachsener für Schutz Nahrung wärmer gesorgt hat, war das überleben möglich.
00:06:55: Felixes Instinkte wissen nichts davon, dass er in einer warmen vierzehmer Wohnung liebt und die schrenkevolle Nahrungsmittel sind, die mindestens für zwei Monate sein Überleben sichern würden.
00:07:07: Kinder sind nicht gemacht für Trennung.
00:07:10: Wenn das Kind, dessen Bindungswurzeln sich gerade noch am entwickeln sind, mit Trennung konfrontiert ist, geht das Bindungssystem auf Erladen.
00:07:19: Es ist, als würde der innere Faden reißen.
00:07:21: Und dann ruft das Kind Mama.
00:07:24: Es kommt hinterher, es klemmet sich an.
00:07:26: Wenn es noch kleines steht, ist dir auf die Füße.
00:07:28: Wenn es älter ist, willst du mir dein Lego teilen?
00:07:30: Einfach nicht klappen.
00:07:33: All das zeigt nur eins.
00:07:35: Halt mich fest, ich verliere dich sonst.
00:07:40: Und jetzt sagst du vielleicht, ja, aber ich lass mein Kind doch nicht zwei Stunden alleine zu Hause.
00:07:44: Ich bin ja da.
00:07:45: Und genau das ist der Punkt.
00:07:46: Es geht nicht um die Abwesenheit im Raum.
00:07:50: Es geht um die Verbundenheit in diesem Moment, das Willkommen sein, das Gefühl von Sicher sein.
00:07:56: Wir können direkt nebeneinander sitzen, in der Küche, am Tisch, im Wohnzimmer und trotzdem kann das Kind nicht bei mir ankommen.
00:08:04: Stell dir vor, dein Kind sitzt neben dir, vielleicht malend, spielend, erzählend und räumst noch schnell die Teller weg, wisst krimmel weg, drehst dich um, klangst im Kopf schon die nächsten Schritte.
00:08:14: schnell, schnell noch die Spielmaschine, dann wäscht er dann, für uns ist das normal.
00:08:18: Für ein Kind fühlt sich das an wie Mama ist weg.
00:08:23: Das ist gefühlte Trennung.
00:08:27: Nicht Trennung für uns, aber für das Kind, nicht räumlich, aber emotional.
00:08:35: Und ich spreche jetzt nicht von der Zeit, wo wir am Handy sitzen und das Gefühl haben, ich bin ja hier, du kannst ja neben mir spielen.
00:08:46: Und ich spreche auch nicht vom Telefonat, welches wir schnell machen wollen, wo wir gedanklich ganz woanders sind.
00:08:52: Und das Gefühl haben, das Kind kann doch daneben dran zufrieden sein, es ist ja bei mir.
00:08:57: Es ist ganz unspektakulär.
00:08:59: Vielleicht bist du den ganzen Tage über ihn Gedanken.
00:09:03: Noch die Folge für diese Challenge aufnehmen, noch den Anruf machen, noch einen Einkauf organisieren, den Streit von gestern verdauen, die To-Do-Liste im Kopf durchgehen und plötzlich sind wir für das Kind nicht mehr erreichbar.
00:09:16: Nicht weil wir uns abgewendet haben, weil wir uns bewusst abgewendet hätten, sondern weil der innere Blick weggeht.
00:09:25: und Kinder spüren das sofort und ihr Kompass schlägt an Alarm.
00:09:31: Das löst dem Kind ganz automatisch eine Regung aus.
00:09:34: Mama, bleib bei mir!
00:09:37: Papa, ich brauche dich!
00:09:40: Nur meistens sagen sie es nicht schon mannt.
00:09:44: Was wir hören und sehen ist nörgeln, ist quengeln, ist drängen, ist rufen, ist schreien, ist vielleicht Rückzug.
00:09:53: Das alles kann schlicht und ergreifend bedeuten.
00:09:56: Mama, bist du noch da?
00:09:58: Ich brauch dich.
00:10:01: Vielleicht ist dein Kind schon ein bisschen älter.
00:10:03: Es steht dir nicht mehr auf den Füßen rum.
00:10:05: Aber dein Kind war den ganzen Vollmittag im Kindergarten.
00:10:08: Es hat so viel geregelt, sich orientiert, ausgehalten.
00:10:11: So viele Momente deine Nähe vermisst, ohne dass es dafür Worte hat.
00:10:16: Und sein Bindungstank ist leer, ausgetrocknet.
00:10:19: Es kommt nach Hause, ihr esst zusammen.
00:10:23: Alles ist scheinbar gut.
00:10:25: Und du denkst, jetzt einfach noch schnell das Geschirr wegräumen.
00:10:30: Fehlenzeige.
00:10:31: Dein Kind klebt an dir wie Honig, und da haben wir es wieder.
00:10:35: Das ist oft kein charmantes Nähe suchen, sondern ein Norgeln, ein Streit anzetteln, unzufrieden sein, Rückzug oder aber auch ein sehr bestimmendes Verhalten, ein sehr fordendes Verhalten.
00:10:48: Nicht, weil das kindschwierig ist, sondern weil es gerade ganz dringend etwas braucht.
00:10:54: Das zur Ruhe kommen bei dir.
00:10:57: Tu bist sein Zuhause, sein sicherer Hafen, seine Mitte.
00:11:02: Wenn wir das sehen, dann verändert sich alles.
00:11:05: Es ist nicht der Haushalt der Schwierigste, es ist der Kontaktverlust, den das Kind spürt.
00:11:11: Auch wenn wir Erwachsenen gar nicht merken, dass wir etwas verloren haben unterwegs.
00:11:15: Uns fällt das nicht auf, aber den Kindern sehr wohl.
00:11:19: Kinder sind nicht für Trennung gemacht.
00:11:21: Wenn ihre Bindungswurzeln sich gerade erst am Entwickeln sind, oder wenn sie nach einer Trennung zurückkommen und ausgehungert sind, dann können sie die gefühlte Trennung innerlich nicht überbrücken.
00:11:33: Und sie brauchen unsere Hilfe dafür.
00:11:36: Und die Geschäftlichkeit im Haushalt wirkt auf die Kinder oft wie, ich seh Mama, aber wir sind nicht verbunden.
00:11:45: Und deshalb meldet sich hier den Alarm, weil das Kind die Sicherheit sucht, das ankommen bei dir.
00:11:56: Jetzt denkst du vielleicht, boah, dann wird ja alles noch viel anstrengender.
00:11:59: Da muss ich auch noch daran denken.
00:12:02: Und hier kommt ein, wie ich finde, sehr entlastender Gedanke.
00:12:06: Dein Kind braucht nicht, dass sich alles um es dreht.
00:12:11: Was es braucht, ist Verbindung.
00:12:13: Verbindung ist der Zustand, in dem das Kind spürt.
00:12:17: Aber ist da.
00:12:18: Ich bin sicher.
00:12:19: Ich bin willkommen.
00:12:22: Es braucht eine Herzensnähe.
00:12:26: Und wenn wir das wissen, brauchen wir nicht gegen etwas anzukämpfen, was wir sowieso nicht wegmachen können.
00:12:34: Was meint ihr denn, wer wir sind?
00:12:37: Wir können doch nicht die Anlagen, die seit Jahrhunderten, Jahrtausenden in uns Menschen drin sind, in den kleinen, jungen Menschen drin sind, die können wir doch nicht wegmachen, die können wir doch nicht wegerziehen.
00:12:49: Und es ist unglaublich erleichtern, mit diesen Bedürfnissen zu gehen, mit diesen Bedürfnissen zu leben, anstatt gegen sie anzukämpfen.
00:12:58: Und diese Nähe zu pflegen ist keine Hexerei, es sind auch keine Riesenaktionen, die du tun musstest, sondern vielmal kleine Zeichen, die du sendest, dein Blick, ein leises Lächeln, eine warme Stimme, ein kurzer Satz.
00:13:11: und du vermittelst deinem Kind, wir gehören zusammen, du gehörst zu mir.
00:13:16: Komm, wir machen das gemeinsam, magst du dich zu mir setzen, weil ich dich den Tisch abräume?
00:13:20: Das schafft komplett eine andere Voraussetzung, als wenn du denkst, ich mach das jetzt schnell schnell, nachher bin ich für dich da.
00:13:28: Warte auf mich, sei ruhig.
00:13:31: Ich brauche jetzt Zeit von mich und dann bin ich für dich da.
00:13:34: Wenn die Bindung warm ist, dann kommt das Kind zur Ruhe.
00:13:38: Beobachte das gerne mal.
00:13:40: Sobald die innere Orientierung wieder klar ist, finden Kinder oft selbst ins Spiel zurück.
00:13:47: Bleibt oft viel mehr Raum für dich selbst.
00:13:50: Nicht auslos lassen, sondern weil die Bindung wieder sicher ist.
00:13:56: Weil die Erwachsenen die Bindung sichern und das Kind sichern spannen kann.
00:14:02: Das ist übrigens wirklich die Aufgabe von unseren Erwachsenen.
00:14:06: Wir sorgen für diese Sicherheit.
00:14:09: Halte also du die Verbindung.
00:14:12: Nicht durch Perfektion, nicht durch Aktionen, die du veranstaltest, sondern durch innere Zugewandheit.
00:14:19: Das ist keine Technik, das ist eine innere Haltung.
00:14:21: Und diese Haltung verändert ganz, ganz, ganz viel.
00:14:25: So ist der Haushalt nicht mit der Ort der wiederkehrenden Mini-Trennungen.
00:14:29: Warte mal kurz auf mich, spiel alleine, ich muss noch die Wäsche aufhängen.
00:14:34: Wenn du anfängst für die Sicherheit eines Kindes zu sorgen, spürt dein Kind, dass es willkommen ist.
00:14:40: Kommst du mit?
00:14:40: Wir hängen gemeinsam die Wäsche auf.
00:14:42: Willst du wieder die Socken raussuchen?
00:14:45: Das Schöne?
00:14:46: In dieser Haltung fangen die Kinder plötzlich wieder an, für sich zu spielen.
00:14:50: weil die Wärme da ist, weil das Willkommensein von uns Erwachsenen gesichert ist und das wie so einen warmen Teppich gibt für unsere Kinder.
00:14:58: Eine Mama hat vor zwei Tagen erzählt, dass ihre Tochter ganz viel näher brauchte und dass sie sich wirklich Zeit genommen hat für sie und dass sie auch erst dann ganz spät zum Duschen gehen konnte.
00:15:11: und weise, wie sie ist, hat sie ihre Tochter im Bad einen Platz vorbereitet und ihr gesagt, ciao!
00:15:18: Ich gehe duschen, hier habe ich dir einen gemütlichen Platz bereit gemacht.
00:15:23: Und lustige Weise.
00:15:25: Als sie fertig war mit Duschen, hat ihr Mädchen ihr Stolz die zusammengelegte Wäsche präsentiert.
00:15:34: Da war die Einladung.
00:15:35: Sie durfte Mama nahe sein.
00:15:37: Und in diesem Wäsen hatte sie dann eigentlich Lust auf ein kleines Abenteuer und hat schon mal die Wäsche zusammengelegt.
00:15:43: Das ist ein ganz wunderbares Beispiel, das ist nicht.
00:15:46: Was sie jetzt erwarten dürft von euren Kindern, darum geht's nicht.
00:15:49: Aber sowas kann passieren.
00:15:54: Wie immer gibt's auch heute eine Mini-Challenge für euch.
00:15:57: Und zwar ist sie wirklich Mini-Mini.
00:15:59: Sie wirkt ganz unscheinbar und ich möchte einfach, dass ihr euch Zeit nehmt zum Beobachten.
00:16:05: Schau heute hin, wo erlebt ein Kind kleine Trennungen im Alltag?
00:16:10: Wo erlebt es sich vielleicht als zurückgelassen?
00:16:13: Wo vermisst es deine Nähe?
00:16:15: Wo vermisst es die Sicherheit?
00:16:18: Das will kommen sein.
00:16:19: Und wir kennen es oft daran, dass es mit Anhänglichkeit reagiert.
00:16:24: Mit ja einfach mit Unterwünschtung verhalten.
00:16:27: Dass es Dinge tut, die du nicht möchtest, dass es mühsam wird, quängerlich wird, fordernd wird.
00:16:37: Achte einfach auf diese Momente und beobachte sie.
00:16:39: Wenn du heute nur eines mitnimmst, dann dieses.
00:16:44: Dein Kind klebt an dir und ruft nach dir, weil du wichtig bist.
00:16:50: Nicht, weil du etwas falsch gemacht hast.
00:16:53: Schreib super gerne deine Beobachtungen, deine Aha-Momente und gerne auch deine Fragen direkt in die Kommentare oder auch gerne in unsere Facebook-Gruppe.
00:17:01: Den Link dazu findest du in den Show-Notes.
00:17:04: Und morgen schauen wir uns ein Thema an, das in so vielen Familien Verspannung sorgt und oft komplett missverstanden wird.
00:17:11: Die kleinen Chefs, Kinder, die bestimmen wollen, alles vorgeben wollen, alles entscheiden und immer das letzte Wort haben wollen.
00:17:19: Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein starker Willer.
00:17:23: Wir sprechen darüber, warum kennt ihr manchmal in Rollenrutschen, für die sie eigentlich noch viel zu klein sind und wie du sanft und liebevoll und ganz natürlich wieder als Lightwolf, als Lightwolf find, vorausgehst.
00:17:36: Ich freue mich, wenn du morgen wieder dabei bist und denk dran, es geht nicht darum, dass alles glänzt, sondern dass es sich nicht zu Hause anfühlt.
00:17:57: byalphonic.com.
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