#7 Kleine Chefs: Wenn Kinder die Führung übernehmen

Shownotes

Warum übernehmen Kinder plötzlich die Führung – und warum wird alles nur schwieriger, wenn wir härter durchgreifen? Diese Folge zeigt dir die wahre Dynamik dahinter und schenkt dir ein völlig neues Verständnis für dein Kind mit scheinbar starkem Willen.

🔗 Links zur Folge 👉 Hol dir kostenfrei das Spiele-E-Book: https://www.damarisschulz.com/haushalten-mit-kind

👉Mehr Begleitung zu diesem Thema findest du hier: www.kleine-abenteurer.ch

👉 Komm in unsere Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/liebevollinslebenbegleitet1

Transkript anzeigen

Hallo und schön, dass du wieder dabei bist bei Kleine Herzen, große Verbindung. Gestern ging es um die anhänglichen Kinder, die Kinder, die ganz nah bei uns bleiben wollen. Und heute schauen wir auf die Kinder, die scheinbar das Gegenteil sind. Kinder, die stark wirken, Kinder, die bestimmen, Kinder, die diskutieren und oft Nein sagen, die uns sagen, was jetzt zu tun ist. Die kleinen Chefs. Warum passiert das? Warum übernehmen sie die Führung? Und warum bringt das Familien so oft an ihre Grenzen? Darüber sprechen wir heute und ich verspreche dir, es ist wie so oft anders, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Wenn du so eine kleine Chefin, einen kleinen Chef zu Hause hast, dann ist das vielleicht dein Alltag. Der Frühstückstisch ist abgeräumt, Die Küche einigermaßen aufgeräumt, nicht perfekt, aber das muss reichen für heute und du denkst für dich: „Okay, jetzt nur kurz noch die Wäsche aufhängen, dann bin ich ready für den Tag.“ Du gehst zu deinem Kind für mich, heißt es heute Tom und sagst: „Komm, Tom, wir hängen jetzt noch zusammen die Wäsche auf. Danach gehen wir raus. Ein bisschen frische Luft tut uns beiden gut.“ Und Tom sagt: „Ich will aber jetzt raus. Ich will nicht Wäsche aufhängen.“ Du atmest durch und versuchst, freundlich zu bleiben.

Schließlich hast du dir das tolle Spiele-E-Book der Haushalts-Challenge aufs Handy geladen und du probierst es so. Wir machen das jetzt schnell zusammen. Willst du wieder das Känguru sein und die Wäsche vorne im T-Shirt tragen? Und danach gehen wir Fahrrad fahren. Das machst du doch so gerne. Tom verschränkt die Arme. Nein! Jetzt raus! Und du spürst, das wird ein langer Vormittag heute. Du gibst irgendwann nach. Okay, wir gehen raus, aber danach machen wir die Wäsche. Abgemacht? Er nickt, aber zufrieden wirkt er nicht. Tom ist eigentlich nie zufrieden, muss man wissen. Draußen angekommen, willst du das Velo holen und Tom sagt: Ich will jetzt aber Sand spielen. Du holst Wasser. Ich nehme die rote Schaufel. Warte, noch die Gießkanne, die Plastiktiere und den Ball, den nehme ich auch noch mit. Du machst mit, aber etwas in dir füllt sich. unruhig an, unwohl, du folgst ihm, weil Tom bestimmt den Tag, wie immer. Du richtest dich nach ihm, nach seinen Bedürfnissen, stellst deine Aufgaben hinten an und trotzdem ist er nie zufrieden. Es reicht nie. Ständig rennst du ihm hinterher. Du kannst doch nicht einfach noch mehr geben. Und irgendwann, du kennst es vielleicht, ist es Mittag, die Wäsche hängt immer noch nicht. Zum Mittagessen gibt es Nudeln, weil Tom das unbedingt wollte und Tom ist aber unzufrieden, weil er Muschelnudeln und nicht Spirelli wollte. Und am Ende sitzt du da und denkst: „Warum habe ich es heute wieder nicht geschafft, den Haushalt zu machen? Warum kann mein Kind nicht einfach mal folgen?“ Warum dreht sich alles um Tom? Kennst du solche Tage? Dieses Gefühl, von einem kleinen Chef kommandiert zu werden. Das Gefühl, immer hinterherzulaufen, immer nur zu reagieren. Wenn ja, dann ist diese Folge heute für dich. Was wir bei diesen Kindern bzw. in solchen Momenten sehen, das Kind verhält sich ja meist nicht immer so. Was wir sehen, ist ein Verhalten, das wir wie folgt interpretieren: Mein Kind hört nicht zu. Mein Kind ist ungezogen. Mein Kind will immer das letzte Wort. Es ist nie zufrieden. Mein Kind ist willensstark. Vielleicht hast du dich schon öfters gefragt, ob du einfach mal hart durchgreifen solltest, ob du strenger sein müsstest, klarer werden, mehr durchsetzen. Es wurde dir bestimmt auch schon oft empfohlen. Vielleicht hast du es sogar schon probiert, mit dem Ergebnis, dass alles nur noch schlimmer wurde. Oder dass es einen kleinen Moment „funktioniert“ hat, und danach aber schlimmer wurde. Das ist völlig normal. Wenn wir ein Kind sehen, das unerzogen wirkt, haben wir in unseren natürlichen Impuls, dieses Kind zu erziehen, es wieder auf Kurs zu bringen. Das ist tief in uns verwurzelt. Aber damit erreichen wir selten das, wonach wir uns sehnen. Mit mehr Härte entspannen sich diese kleinen Chefs nicht. Sie werden oft nur noch vehementer, noch widerspenstiger und angespannter. Warum? Schaut, wenn ein Kind zur Welt kommt, ist es auf Bindungsebene gesehen darauf ausgelegt, dass ein fürsorglicher Erwachsener für es sorgt. Es ist dafür gemacht, an die Hand genommen zu werden, beschützt zu werden, geführt zu werden. Es sucht nach Orientierung. Und das macht ja auch total Sinn. Es kommt auf dieser Erde an ohne jegliche Erfahrung. Und physiologisch und emotional ist es komplett abhängig von der Fürsorge anderer. Kinder sind dafür gemacht, mitzuschwingen, mitzufahren, nicht das Fahrzeug lenken zu müssen. Wenn ein Kind sich, aus welchen Gründen auch immer, jetzt plötzlich sich auf dem Fahrersitz wiederfindet, dann ist es nicht unerzogen. Es ist in großer Not, es ist komplett überfordert, da geht nichts mehr auf. Weder für die Eltern noch für das Kind. Und genau das ist der Punkt, den wir im Alltag so leicht übersehen. Wir schauen ausschließlich auf das Verhalten. Wir lassen uns von dem Verhalten blenden, solange wir nicht dahinter schauen können. Und klar, das Verhalten ist oft unerwünscht, da sind wir uns total einig. Aber was wir nicht sehen, ist die Bindungsdynamik dahinter. Das Kind ist auf der verantwortlichen Seite der Beziehung gelandet. Es ist am falschen Ende gelandet. Es hat die Fäden in der Hand, anstatt dass es an die Hand genommen und versorgt wird. Kein Wunder, dass das nicht aufgeht. Das ist ein Ort, an dem ein Kind eigentlich gar nicht sein sollte. Zumindest nicht als Dauerzustand. Es hat ohne Absicht die Rolle übernommen, die eigentlich dem Erwachsenen zusteht. Es wirkt stark, aber es ist in Wahrheit überfordert. Es wirkt kontrollierend, aber innerlich fehlt ihm jeglicher Halt und jegliche Orientierung. Es wirkt bestimmend, aber es sehnt sich danach, dass jemand für es sorgt.

Das ist kein Charakter? Kein sogenannt starker Wille, auch keine Trotzphase, sondern Bindungsphysik. Wir haben es mit einer Bindungsdynamik zu tun, deshalb ist das Ganze auch so hartnäckig. Von der Natur wäre es so gedacht. Der Erwachsene gibt Halt, Wärme, Orientierung. Das Kind weiß sich geborgen, es lehnt sich an und sucht nach Orientierung, wie ein Tanz. Einer führt, einer lässt sich führen. Beide sind absolut gleichwertig, aber sie haben unterschiedliche Rollen. Das gibt Kindern Sicherheit. Es gibt ihnen Ruhe. Es gibt ihnen das Gefühl: „Mama weiß, was ich brauche. Ich kann mich anlehnen. Ich darf mich versorgen lassen.“ Hier an diesem Ort, wo ein Kind zur Ruhe kommen kann, wächst wahre Unabhängigkeit. Von hier aus kann ein Kind auch in eigene Abenteuer starten, ja, und auf eigene Faust die Welt entdecken. Aber wenn dieser Bindungstanz sich umdreht, aus Unsicherheit, aus Überforderung, manchmal völlig unbemerkt, dann passiert Folgendes: Das Kind rutscht in die Alpha-Position. Nicht weil es das will, nicht weil es besonders willensstark ist, sondern weil es einfach die Lücke füllt. Weil es aus irgendeinem Grund zum Entschluss kommt, es ist am besten, wenn ich hier selber für mich sorge. Hier schaut niemand, na dann schau ich. Hier sorgt niemand, na dann sorg ich. In diesem inneren Modus erlebt es jede Anleitung, jede Bitte als unpassend. Es ist ja der Chef. Das Tragische ist, sogar die Fürsorge. Sogar die Liebe fühlt sich für dieses Kind oft falsch an und sie kommt nicht wirklich an. Von außen gesehen sieht das aus wie Unabhängigkeit. Das Kind wirkt teilweise sehr selbstständig, sehr unabhängig, aber es ist keine echte Unabhängigkeit. Von außen wirkt das teilweise auch wie Widerstand, wie Trotz. Es wirkt wie Stärke oder aber auch wie Ungezogenheit. Aber dem Kind passiert etwas ganz anderes. Ein verunsichertes Kind versucht, die Verantwortung zu tragen, die für das viel zu schwer ist. Deshalb ist das nie zufrieden. Deshalb kommt es nicht zur Ruhe. In unserem Programm „Kleine Abenteuer liebevoll begleiten“ erlebe ich ganz oft Eltern, die sagen: „Das, was du uns da lehrst, ich habe das eigentlich immer schon gespürt.“ Jetzt habe ich endlich Worte für das, was ich schon lange weiß, aber bisher nicht sortieren konnte. Und ich freue mich immer sehr darüber, weil ich bin zutiefst davon überzeugt, es gibt sie die Intuition und Eltern wissen oft sehr genau, was ihre Kinder brauchen. Bei den kleinen Chefs erlebe ich aber ganz oft, dass die angebliche Intuition uns in eine Sackgasse führt. Was wir sehen, ist nämlich ein Kind, das stark wirkt, das sich durchsetzt, das weiß, was es will. Und unsere Intuition sagt uns, unsere ganz natürliche Reaktion ist: Ich muss dagegenhalten. Ich muss strenger sein. Ich muss Grenzen setzen. Ich darf mich doch nicht so herumkommandieren lassen. Oder, je nachdem, aus welcher Erziehungsrichtung du kommst, du lässt dich herumkommandieren. Du gibst alles, aber gehst dabei fast drauf. Bist dabei innerlich so erschöpft, dass du kaum mehr was geben kannst. Total verständlich. All diese Reaktionen sind so verständlich. Weil sie berücksichtigen das sichtbare Verhalten, aber sie berücksichtigen eben nur das sichtbare Verhalten und nicht das zugrunde liegende Problem. Wenn ein Kind so im Alpha-Modus drin feststeckt, ist es innerlich gar nicht stark, sondern verunsichert und alleine. Ich gehe davon aus, dass diese Kinder sich oft sehr einsam fühlen. Ein Kind im Alpha ist angespannt, immer wach. Im übertragenen Sinne, oft aber tatsächlich auch im wörtlichen Sinne, weil der Chef, der kann ja nicht als Erster schlafen gehen. Das geht ja nicht. Das Kind ist immer am Entscheiden, über Dinge, die es gar nicht überblicken kann. Das Kind ist immer im Modus: Ich muss dafür sorgen, dass jemand für mich sorgt. Und darum erleben wir diese Kinder oft im chronischen Widerstand, in harter Wut oder auch so in der Art Ruhelosigkeit. Der Chef kann nicht zur Ruhe kommen. Er trägt ja die Verantwortung. Wenn er nicht schaut, schaut niemand. Sie tragen etwas, was viel zu groß ist für sie. Viel zu groß. Und kommen dabei zu kurz, was sehr tragisch ist. Denn Toms Mama, die setzt die Welt auf den Kopf, um all seine Wünsche zu erfüllen. Und trotzdem wird er nicht satt. Die Tragik an dem Ganzen ist, im Moment, in denen die Kinder uns am dringendsten bräuchten, sind wir oft am wenigsten warm, weil wir sind genervt, wir sind gereizt, wir werden strenger, härter und/oder wir reagieren aus Müdigkeit und Verzweiflung. und nicht aus Fürsorge und aus einem inneren Ort der Stärke. Und das Kind spürt es sofort und dann rutscht es noch tiefer in die Chefrolle. Da ist ja keine Fürsorge. Da schaue ich besser für mich selber. Nicht, weil du keine Fürsorge hättest, sondern weil sie beim Kind nicht ankommen kann. Das passiert in den liebevollsten Familien, ist meine Erfahrung. In Familien, die sehr bemüht sind. In Familien, die so viel geben und die es richtig machen wollen. Und es passiert oft schleichend. Lass mich das Ganze in einem Satz zusammenfassen. Wenn ein Kind die Führung übernimmt, wenn der Bindungstanz sich verdreht, fühlt sich das für alle schwer an. Für die Eltern, weil der Alltag anstrengend wird. Sie tun alles und das Kind ist doch nie zufrieden und für das Kind, weil es sich nach Fürsorge sehnt und sie doch nicht annehmen kann. Die Lösung ist nicht mehr Konsequenzen, nicht mehr Strenge, mehr Diskussionen, mehr Erklären, weil sie ja alles erklärt haben wollen, nicht "Jetzt reicht's!", sondern ein kompletter Perspektivenwechsel. Das Verhalten ist nicht das Problem. Die Dynamik ist das Problem, die Bindungsdynamik. Wenn du deinem Alpha-Kind aufgrund von seinem Verhalten heraus begegnest, wirst du verlieren, wirst du dein Kind verlieren. Nicht, weil du ein schlechter Elternteil bist, sondern weil du an der falschen Stelle ansetzt. Alpha ist kein Verhalten. Alpha ist Bindungsdynamik und es ist weder schlecht noch gut. Die Frage ist: Wer ist im Alpha? Wer trägt die Verantwortung und wer lässt sich versorgen und an die Hand nehmen? Und Kinder, die zu viel Verantwortung tragen, die für ihre Liebe arbeiten, die das Gefühl haben, sie müssen alles im Überblick haben und für alles sorgen, die wollen dort nicht bleiben. Sie wirken stark und sie verteidigen ihre Rolle auch sehr vehement, aber innerlich sind sie verletzlich, sind sie ganz zart. Sind ja Kinder. Und nur weil sie nach außen so stark wirken, sind sie innen deswegen nicht stärker. Sie wirken kontrollierend, aber innerlich sehnen sie sich nach Halt. Wenn du dir Tom aus der Geschichte anschaust: Wirkt er stark? Ja. Ist er stark? Nein. Er ist ein Kind, das Führung übernimmt, aber eigentlich Fürsorge und Orientierung braucht, wie jedes andere Kind auch. Und genau das ist der Punkt. Kinder geraten in die Alpha-Rolle, weil sie spüren, dass dort niemand sitzt. Das ist kein Vorwurf, das ist Bindungsphysik. Sie springen ein, weil sie denken, sie müssten. Und das bedeutet, die Lösung liegt nicht im Verhalten des Kindes. Es bringt nichts, dort was verändern zu wollen, dort rumzudoktern und am Kind rumzuzerren und rumzudrücken. Die Lösung liegt in der fürsorglichen Führung des Erwachsenen. Und zwar nicht im Sinne von Strenge oder Machtmissbrauch, sondern im Sinne von Fürsorge. Sicherheit verkörpern, Ruhe ausstrahlen. Orientierung geben, Verantwortung tragen. Kurz gesagt, unsere Kinder brauchen unsere Fürsorge, wie die Pflanze das Licht. Lass uns noch kurz darüber sprechen, was hinter dieser Sehnsucht steckt. Was braucht ein Kind wirklich, wenn es die Führung fälschlicherweise übernommen hat? Nicht Erklärungen, nicht Argumente, nicht den pädagogischen Trick. Es braucht auch keine Belohnung und keine Strafen, Was es braucht, ist ein sicherer Hafen. Diese Kinder brauchen einen sicheren Hafen. Es braucht einen Ort, an dem es versorgt wird, an dem es mitfahren darf und nicht steuern muss, an dem es nicht denken muss: „Wenn ich nicht aufpasse, dann fehlt hier alles auseinander.“ Kinder ruhen, wenn sie spüren: „Papa, der kennt mich, der weiß, was ich brauche. Mama, die hat einen Plan. Ich darf klein sein, ich darf mich tragen lassen. Und diese Erfahrung verändert alles.

Denn wenn Kinder innerlich zur Ruhe kommen, passiert folgendes: Wir haben weniger Machtkämpfe, weil jeder hat ja seinen Platz und das Kind weiß, dass es versorgt wird. Wir haben weniger Gegenwillen, also weniger Widerstand. Wir haben weniger Ich zuerst, ich bekomme zu wenig, ich will schneller sein, weniger Diskussionen und mehr Nähe. Mehr Kooperationsbereitschaft.

Und wir haben weniger harte Wut und mehr Tränen, die endlich rausfinden. Die endlich ihren Weg finden.

Wenn du dich jetzt fragst, wie kriege ich diese Chefdynamik wieder zurückgedreht? Kann ich noch mal von vorne anfangen? Dann sage ich dir, das ist nicht in drei Sätzen getan, auch nicht in drei Tagen, nicht mit einem Trick, nicht mit einem einzigen Ritual. Das ist ein Prozess. Ein Kind, das seit Monaten oder Jahren in dieser Alpha-Position sitzt, muss erst mal wieder erfahren, dass es gehalten wird. Dass jemand da ist, zuverlässig, warm und klar. Eltern müssen lernen, diese Fürsorge wieder zu verkörpern, diesen sicheren Ort in sich zu finden, wo sie spüren: Ja, ich kann für mein Kind sorgen, ja, ich kann Orientierung geben. Ganz ohne Machtdemonstration. Es braucht Momente, in denen dein Kind spürt: Ich bin sicher. Keine Challenge-Folge ohne Mini-Challenge für euch? Mini-Challenge Nummer 7. Beobachte dein Kind heute einmal ganz bewusst. Wann lässt es sich von dir versorgen? Wann lässt es sich von dir an die Hand nehmen? Ich meine es im übertragenen Sinne, aber es darf natürlich auch im wörtlichen Sinne sein. Wann lässt es sich führen? Wann fährt es entspannt bei dir mit, ohne sich auf den Chefsessel zu drängen? Und beobachte genauso, wann wirkt es wie ein kleiner Chef? Und wie geht es ihm in diesen Momenten wirklich? Ist es entspannt? Ist es angespannt? Kommt es zur Ruhe? Wird es ruhelos? Wie geht es ihm in diesen Momenten? Mehr braucht es heute nicht. Einfach dieses Beobachten, dieses Wahrnehmen. Heute haben wir darüber gesprochen, warum Kinder die Führung übernehmen und warum das für alle Beteiligten so schwer ist. Morgen erfährst du, was kleine Chefs brauchen, damit sie loslassen können. Was gibt ihnen Sicherheit? Wie sieht Führung aus, die warm ist und nicht hart? Und warum reagieren Kinder so erleichtert, wenn wir sie wieder an die Hand nehmen? Erzähl uns total gerne in den Kommentaren, was hat dich in der heutigen Folge am meisten berührt? Wo knabberst du vielleicht noch dran? Was möchtest du noch nachfragen? Ich freue mich, von dir zu lesen. Und denk dran, es geht nicht darum, dass alles glänzt, sondern darum, dass es sich nach Zuhause anfühlt.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.